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Stand:
01.2012 © 2012 Silke Wolff Besucht mich auf Facebook:
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© Text und Photos: Silke Wolff Nach nur 2 Monaten durfte ich meinen Koffer schon wieder packen. Es war die Goldhochzeitsreise meiner Eltern. Die Reiseplanung begann schon im Februar 2010. Nach langer Recherche im Internet, Routen- und Preisvergleiche buchte ich im Oktober 2010 eine Minikreuzfahrt auf der AIDAcara.
1.
Tag: Anreise Kiel – Leinen los
Der
Check-in verlief im Blitztempo. Tickets vorzeigen, Kreditkarte
durchziehen lassen und unterschreiben. Anschließend ein Foto für
die Sicherheitskontrolle und schon hatten wir unsere Bordkarten
in der Hand. Noch kurz durch die Sicherheitskontrolle und wir
waren an Bord. Unsere Kabine lag auf Deck 4 und war geräumiger
als erwartet. Gerade wollte ich mich aufmachen das Schiff zu
erkunden, wurde mein Koffer schon gebracht. Also packte ich erst
einmal aus. Nur eine Stunde nach Ankunft am Schiff stand ich an
Deck in der Sonne.
Auf dem
Pooldeck gab es einen Welcome-Sekt und eine Einlage des
Show-Ensambles. Die Sonne war vollständig untergegangen und es
wurde windig und dadurch kalt. So endete der erste Tag.
2.Tag:
Seetag – Oslo
Nach einer
weiteren Buffetschlacht benötigte ich eine Auszeit vom Trubel
und ich zog mich in meine Kabine zurück. Der Himmel zog sich im
Laufe des Nachmittags zu und es wehte wieder eine steife Brise.
So war es an Deck nicht mehr auszuhalten. Es wurde gerade die
Kaffeezeit eröffnet. So ging ich einen Kaffee trinken. Das
Buffet war auch diesem Mal reichlich gefüllt, mit Kuchen,
Sahnetorten, Obst sowie Deftiges mit Nudeln, Fischstäbchen,
Würstchen und Sandwiches. Einige Damen beklagten sich doch
tatsächlich über die schmalen Tortenstücke.
Wetter: sonnig bis stark bewölkt, 14 °C bis 20°C, Windstärke 2-8
3.Tag:
Oslo
Im Restaurant war so früh noch wenig los. So konnten wir unser Frühstück ganz entspannt genießen. Für den Ausflug „Oslo auf einen Blick“ fanden wir uns um kurz nach acht im Theater ein. Die Teilnehmer wurden auf drei Busse aufgeteilt. Zuerst machte unsere Stadtführerin einen guten Eindruck auf mich. Während der Führung sollte ich aber feststellen, dass ich mich von ihrem gepflegten Äußeren hatte blenden lassen. Zuerst fuhren wir nur ein paar hundert Meter bis zur neuen Oper. Architektonisch ist sie einem Gletscher nachempfunden. Die Granitfassade glitzert wie grünes Gletschereis in der Sonne.
Vorbei am Akershus slott og festening ging es zum Backstein-Rathaus. Auf der Ost-West-Achse der Kalr Johann gate fuhren wir am Parlamantsgebäude Stortinget, dem National Theatret und dem königlichen Schloss vorbei. Anschließend ging es auf den Holmenkolmen hinauf. Am Fuß des Holmenkolmen liegt ein exklusives Stadtviertel. Je weiter wir nach oben kamen, desto schöner, exklusiver und teilweise auch bunter wurden die Häuser. Viele davon waren die typischen skandinavischen Holzhäuser. Auf dem Holmenkolmen steht die berühmte Skisprungschanze. Jetzt, im Sommer, wirkt sie ziemlich unspektakulär.
Von einem
Aussichtspunkt, nur ein paar hundert Meter weiter, eröffnete
sich ein wunderschöner Panoramablick auf Oslo und den Fjord. Auf
den Weg zur Museumsinsel konnten wir einen kurzen Blick in den
Vigeland-Skulpturenpark werfen. Aus den Bus heraus, durch das
Tor konnten wir aber nicht wirklich etwas sehen. Auf der
Museumsinsel liegen ganz dicht beieinander das
Wikingerschiff-Museum, das Fram-Museum und das Kon-Tiki-Museum.
Nach genau 2 Stunden war ich froh wieder an der AIDAcara zu
sein. Unsere Studienrätin war als Stadtführerin total
ungeeignet, ihre Erzählungen zusammenhangslos. Meine Ohren und
Nerven benötigten eine Erholung. Geschickter wäre es gewesen,
die Innenstadt zu Fuß oder mit dem Hopp-on-Hopp-off-Bus, der
direkt vor dem Schiff hielt, zu erkunden.
Zum
Abschluss besuchten wir das Gelände der Akershus Festung. Ich
wäre gern noch einmal zur neuen Oper gelaufen. Es war doch etwas
weit und die Zeit reichte nicht mehr. Im Bordrestaurant fanden
sich zahlreiche müde und durstige Oslobesucher ein. Pünktlich um
14:00 Uhr hieß es wieder „Leinen los“. Bei Traumwetter lief die
AIDAcara aus Oslo aus und fuhr für 2 Stunden durch die einmalige
Landschaft des Oslofjords. Die Ausfahrt entschädigte für die
Einfahrt bei schlechtem Wetter gestern. Spät am Nachmittag war
ich doch durchgefroren. So ging ich in meine Kabine. Prompt fing
es heftig an zu schaukeln, teilweise bis Windstärke 9. Es schien
so, als ob wir den Bogen langsam raus hätten. Im
Markt-Restaurant ergatterten wir einen ruhigen 4er-Tisch. Ich
konnte sogar vorwärts schaukeln. Im Theater gab es heute die
Vorstellung „Dangerous Love“ mit Songs von Michael Jackson,
nicht mein Geschmack.
4.Tag:
Kopenhagen
Im Theater versammelten sich die Massen für die Tour „Stadtrundfahrt + Kanaltour“. Alles lief wie am Schnürchen. Alle wurden auf die Busse aufgeteilt und es ging los zur kleinen Meerjungfrau. Sie gilt als Wahrzeichen von Dänemark und ein Geschenk der Familie Carlsberg. Vor der Meerjungfrau stoppten mehrere Busse. Es blieb nur Zeit für einen ganz kurzen Fotostopp.
Im Zentrum bestiegen wir am Schloss Christiansborg ein Kanalboot. Bei blauem Himmel und Sonnenschein ging es entlang der Holmenskirche, der alten Börse und der neuen Oper. Die königliche Jacht „Daneborg“ lag im Hafen vor Anker. An Schloss Amalienborg vorbei schipperten wird durch Christianshavn. Zahlreiche Hausboote, neue und alte Schiffe lagen dort. Der letzte Höhepunkt nach einer Stunde war der Neubau der königlichen Bibliothek.
In der schwarzen glänzenden Fassade spiegelte das glitzernde Wasser in der Sonne. Mit dem Bus setzen wir unsere Stadtrundfahrt fort, vorbei an der Carlsberg Glyptothek, dem Tivoli Park und dem Rathaus. Unsere Stadtführerin hatte etwas Zeit abgeknapst, sodass wir einen Blick in die Domkirche werfen konnten. Sie ist innen von einer schlichten anmutender Schönheit. Im Schloss Rosenborg werden die Kronjuwelen aufbewahrt. Leider sahen wir im Vorbeifahren nur sehr wenig von der ebenfalls einmaligen Architektur des Schlosses. Den Abschluss bildete die Außenbesichtigung von Schloss Amalienborg. Die vier Palais waren ursprünglich Adelspaläste. Wohnsitz der königlichen Familien war eigentlich Schloss Christiansborg. Christiansborg brannte einige Male ab. So fand die königliche Familie Unterkunft in den ehemaligen Adelspalais. Unweit die Frederikskirche, oder auch Marmorkirche war leider eingerüstet.
Nach gut 3 Stunden waren wir zurück am Schiff und gingen direkt zum Mittagessen. Da wir bis zum Auslaufen noch 1 ½ Stunden hatten, bummelten wir durch die Geschäfte am Langeliniekai. Die meisten Geschäfte waren fast wegen Überfüllung geschlossen. Wieder an Bord gab es am Pooldeck erst einmal einen Cocktail beim Offiziers-Shaken. Dabei merkte ich fast nicht, dass wir schon ablegten. Ich dachte, wir würden unter Öresundbrücke hindurchfahren. Es wäre für mich noch ein Höhepunkt gewesen. Stattdessen fuhren wir daran vorbei. Ich wusste auch nicht, dass von Malmö kommend die Brücke in einem Tunnel übergeht, der nach Kopenhagen führt.
Wir
schienen nun endgültig den Bogen raus zu haben, um im Markt
Restaurant einen ruhigen 4er-Tisch zu bekommen. Heute hatte es
wieder geklappt. Anschließend ging es zur Fairwell-Show “Motown“
noch einmal ins Theater. Heute hat mir die Show wieder besser
gefallen.
5.Tag:
Kiel – Heimreise
Ein kostenfreier Shuttle-Bus brachte uns zum Hauptbahnhof. Alles war von der AIDA-Crew perfekt organisiert. Selbst am Hauptbahnhof waren die Scouts noch im Einsatz. Der Regionalexpress nach Hamburg stand schon am Bahnsteig bereit. Zeitig suchten wir uns Sitzplätze und verstauten unser Gepäck. An diesem Brückentag sollte er total überfüllt sein. Das lag hauptsächlich an den fast 3.500 Kreuzfahrern, die an diesem Morgen angekommen waren. Während des längeren Aufenthaltes in Hannover stärkten wir uns bei Pizza Hut mit einem Stück Pizza. So waren wir fit für die Fahrt im ebenfalls überfüllten ICE nach Bielefeld. Pünktlich kamen wir dort an. Für einen Freitagnachmittag war wenig Verkehr auf den Straßen. Zeitig um 16:30 Uhr waren wir zu Hause.
Ich
verbrachte ein paar sehr schöne Tage an Bord der AIDAcara, wenn
auch nicht alles perfekt war, wie z.B. das Gedrängel am Buffet
und den wenigen Platz für einen Aufenthalt unter Deck. Ein AIDA-
Fan bin ich nicht geworden, würde aber bei entsprechender Route
jederzeit wieder ein AIDA-Schiff besteigen. Reisen, Urlaub, Ferien Bewertung wird geladen...
AIDAcara: Kurzkreuzfahrt "Nordeuropa"
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Reiseberichte & -fotografie
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