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Hawaii – Oahu – Kaua’i – Maui – Big Island

© Text und Photos: Silke Wolff Ein Hauch von Südsee sollte uns auf unserer nächsten Reise begleiten. Am 06.10.1994 flogen Bärbel und ich zunächst nach Los Angeles. Von dort ging es noch einmal 5 Stunden weiter nach Hawaii. Den Flug von Los Angeles nach Honolulu verschlief ich fast komplett. Am Ausgang verabschiedete ich mich von der Stewardess und bedankte mich für den angenehmen Flug. Die Stewardess erwiderte: „Sie waren doch die Passagierin, die die ganze Zeit geschlafen hat.“. Es war auf Oahu mittlerweile später Abend und wir fuhren mit unserem Mietwagen zu unserem Hotel in Waikiki. Waikiki bestand fast nur aus Einbahnstraßen. So benötigten wir einige Anläufe, um zu unserem Hotel zu kommen. Dieses kleine Problem sollten wir während unseres gesamten Aufenthaltes auf Oahu haben. Total erschöpft nach der langen Reise, waren wir froh, endlich im Hotel zu sein. Waikiki Beach

Oahu – The Gathering Place

Waikiki war schon der beliebte Ferienort der Hawaiianischen Kamehameha Dynastie. Heute tummeln sich jährlich Tausende von Touristen dort, natürlich auch wir. Direkt am Strand erinner eine Statue von Duke Kahananmoku, „König der Surfer“ daran, dass hier das Surfen erfunden wurde. Direkt am Strand liegen einige berühmte Hotels wie die „Pink Lady“, das Royal Hawaiian Hotel und das Moana Surfrider Hotel. Auf der Terrasse des Moana Surfrider gönnten wir uns abends immer unseren „Sundowner“, einen Mai Tai. Eigentlich hatten dort nur Hotelgäste zutritt. Deshalb war die Bedienung auch jedes Mal etwas verwundert, wenn wir bar zahlten. Ausgeschlafen machten wir uns am nächsten Tag auf Erkundungstour durch Honolulu. Den Iolani Palast ließ der letzte König nach europäischen Stil erbauen. Allerdings musste er 11 Jahre nach der Fertigstellung abdanken. Dadurch endete die Herrschaft der Kamehameha Dynastie nach nur 85 Jahren.   Iolani Palast Das Judiciary Building sollte ursprünglich ein königlicher Palast werden. Eine vergoldete Statue von König Kamehameha I., dem ersten König Hawaii’s steht auf dem Vorplatz. Der Washington Palace wurde von einem wohlhabenden Kapitän gebaut, aber später zum Gouverneurspalast. Das Hawaii State Capitol ist von Palmen umgeben und reich an hawaiischen Symbolen. Einmal auf Hawaii mussten wir natürlich nach Pearl Harbor. Am 7. Dezember 1941 unternahmen die Japaner einen Überraschungsangriff auf den amerikanischen Militärhafen. Im Visitor Center sahen wir einen Film über die Ereignisse. Anschließend fuhren wir mit einem Boot zum USS Arizona-Denkmal. Unter Wasser war deutlich das gesunkene Schlachtschiff zu erkennen. Ich war erstaunt, wie viele Asiaten die Gedenkstätte besuchten.   USS Arizona-Denkmal In den folgenden Tagen erkundeten wir die Insel Oahu. In der Nähe von Kailua und Sandy Beach Park befindet sich das Blow Hole. Die Brandung spült Meerwasser durch das Lavagestein ins heiße Inselinnere, wo es verdampft. Der angestaute Druck lässt das Wasser wieder in Fontänen herausschießen. Vom Nu’uanu Pali Lookout öffnete sich der Blick auf die Bucht und die Bergkette. Zwischen unseren Stopps führte die Straße immer wieder durch dichten Regenwald und durch fruchtbare Felder zwischen den zwei Bergketten der Insel, der Koolau Range und der Waianae. Riesige Obstplantagen waren hier zu finden.   Ananasplantage Ich war von einer großflächigen Ananasplantage beeindruckt. Unsere Frage war: „Wie kommt die Ananas in die Dose?“ Die zu klären war kein Problem. Auf einer Besuchertour wurde dies anschaulich erklärt. Im Norden liegt der Waimea Falls State Park. Der Park bot uns einige touristische Attraktionen. Durch den botanischen Garten liefen wir in den Lei-Garten. Eine Hula-Show stimmte uns ein. Anschließend führten Klippenspringer ihr Können vor.  Interessant war ein Grashüttendorf nach alter polynesischer Tradition. Zu sehen bekamen wir ein Outrigger- Boot, traditionelle Grashütten und geschnitzte Götterskulpturen.

Kaua’i – The Garden Island

Ein kurzer Flug brachte uns auf die Insel Kaua’i. Schon während des Anflugs bekamen wir einen ersten Eindruck auf das, was uns dort erwarten sollte. Durch das Flugzeugfenster hatten wir einen atemberaubenden Blick auf die für mich schönste Steilküste der Welt, die Na Pali Coast. Auch diese Insel erkundeten wir mit einem Mietwagen intensiv. Die starken Regenfälle im Norden der Insel sorgen für einen fruchtbaren Boden. Zahlreiche Tarofelder befanden sich im Hanalei Valley. Unweit am Kilauea Point, dem nördlichsten Punkt Hawaiis steht an der Klippe ein sehenswerter Leuchtturm.   Kilauea Point Lighthouse Die Straße endete in Haena am Kee Beach. Zwischen Haena und Kee Beach liegen drei sagenumwobene Höhlen von denen eine trocken und zwei immer feucht sind. Von Wailua fuhren wir mit einem Boot in die offene Fern Grotto. In der Höhle hängt feinfächriger Farn in Massen herab. Unweit in Holo-Holo-Ku steht einer der ältesten Kultstätten mit Nachbildungen von Idolen und dem Grashaus eines Priesters. Auf der Höhe stand früher das Königshaus. Von dort öffnet sich der Blick auf die Opaeeka Falls, die in Kaskaden über schwarze Lava fallen. Der Waimea Canyon ist die größte Schlucht Hawai’is und gilt als Grand Canyon der Inselgruppe. Graue Steilwände wechseln mit ziegelroten Bergspitzen. Die Felsen sind durchzogen von intensiv grüner Vegetation. Das Farbspiel am späten Nachmittag war besonders intensiv. Ich war tief beeindruckt. Der Waimea Canyon beeindruckte mich noch mehr als der Grand Canyon.   Waimea Canyon Captain Cook landete 1778 auf seiner Entdeckungsreise an dem Strand wo heute der verschlafene Ort Waimea ist. Eine Statue erinnerte an das Ereignis. Zum Abschluss unseres Aufenthaltes auf Kaua’i gönnten wir uns einen Helikopterflug entlang der Na Pali Coast. Der Küstenabschnitt kann entweder auf tagelangen Wanderungen oder per Helikopter erkundet werden. Straßen gibt es nicht. Unser gebuchter Flug am späten Nachmittag sollte 30 Minuten dauern. Da es aber der letzte Flug des Tages war, wurde fast eine ganze Stunde daraus. Atemberaubende die steilen Berghänge, die kleinen Buchten mit Sandstränden, das üppige tropische Grün im Licht des regenvergangenen dunkle Himmels sowie die Wasserfälle in den zahlreichen Schluchten. Große Teile des Geländes sind für Menschen gar nicht zugänglich und daher absolut ursprünglich. Na Pali Coast

Maui – The Valley Isle

Uns zog es weiter nach Maui. Die Insel wurde aus dem Lavafluss und der Erosion zweier Vulkane zusammengeschweißt. Direkt vom Flughafen bei Kakului fuhren wir durch den Iao Valley State Park. Hier fanden wir intensives Grün in der felsigen Landschaft. Zentralpunkt und Wahrzeichen des Parks ist der Iao Needle, eine moosbewachsene 685 m hohe Basaltsäule. In diesem Tal fanden die blutigen Kämpfe zwischen Kamehameha und den Mauis statt. Nach dem Sieg vereinigte Kamehameha alle Inseln. Für die legendäre Hana Road nahmen wir uns einen ganzen Tag Zeit. Sie führt von Kahului entlang der Ostküste bis nach Hana im Osten der Insel. Die schmale kurvenreiche Straße schlängelt sich entlang der Steilküste. In den Dörfern wie Keanae, Wailua und Nahiku fanden wir ein Stück altes Hawaii wieder. Bärbel hatte mit den Kurven Probleme. Sie fühlte sich besser, wenn sie selbst hinterm Steuer saß. So fuhr sie die weite Strecke hin und zurück fast ganz allein.   Hana Road Lahaina ist sicherlich einer der bekanntesten Touristenorte auf den Inseln. Die historische Stadt wurde unter Kamehameha Hauptstadt. Seit 1820 überwinterten dort zahlreiche Walfangflotten, sodass auch die Missionare nicht lange auf sich warten ließen. Auf der Hauptstraße mit seinen alten Häusern konnte ich mir gut vorstellen, wie es hier zuging, wenn zahlreiche Seeleute mit Trinken, Spielen etc. hier ihre Zeit vertrieben. Der Wo Hing Temple war die geistige Heimat der chinesischen Einwanderer. Wir besichtigten die Lahaina Jodo Mission. In diesem japanischen Kulturpark gedenken die Japaner ihrer ersten Einwanderer. Besonders sehenswert war die riesige aus Japan importierte Buddhastatue. Die ersten Missionare haben im Zentrum den Banyan Tree gepflanzt. Inzwischen hat der Baum sich zu einem kleinen Park entwickelt. Am Abend nahmen wir an einer traditionellen hawaiianischen Lu’au teil. Empfangen wurde alle Gäste mit einer Blumen-lei. Der erste Höhepunkt der Zeremonie war die Öffnung des Imu, ein traditioneller Erdofen. In ihm hatte schon seit dem frühen Morgen das kalua pua’a, ein Schwein gegart. Nach dem Essen folgte eine Tanzshow in mehreren Teilen, die die Geschichte des Hulas darstellten. Sie begann mit dem O’tea, ein Tanz und kulturelles Symbol von Tahiti. Der Kahiko, der traditionelle Hula diente der Kommunikation mit dem Gott auf der neuen Insel. Die Missionare brachten den Gesang, begleitet von Gitarre und Ukulele auf die Inseln.  Hula Show An diesem Abend lernte ich auch erstmalig den für mich etwas eigenartigen amerikanischen Weingenuss kennen. Eine Amerikanerin von unserem Tisch trank aus einem Whiskeybecher gekühlten Weißwein mit Eis. Ein weiterer Höhepunkt eines Aufenthaltes auf Maui ist sicherlich der Besuch des Haleakala National Parks. Der Park umfasst den gewaltigen Krater des gleichnamigen Vulkans. Der Name Haleakala geht auf eine alte Legende zurück und bedeutet „Haus der Sonne“. Die streckenweise sehr kurvenreiche Straße fuhren wir bergauf zum Visitor Center. Von dort führte uns der Weg bis auf 3.000 Meter zum Kraterrand und zu zwei Overlooks. Von dort sahen wir erst das gewaltige Ausmaß des Kraters und die mondähnliche Landschaft im Kraterinneren.   Haleakala Vulkankrater Wagemutige fuhren in einem rasanten Tempo den Vulkan mit Mountainbikes herunter. Trotz Schutzkleidung nahmen einige die Kurven etwas halsbrecherisch. Ich bevorzugte dann doch lieber unseren komfortablen Mietwagen.

Hawai’i – The Big Island

Die letzte Station auf unserer Island-Hopping-Tour war Hawaii. Sie ist die größte Insel und wird zur Unterscheidung vom Staat Hawaii Big Island genannt. Wir wohnten in Kailua-Kona im Hotel King Kamehameha. Als ich die Hotelhalle betrat, stolperte ich schon über die ersten Fahrräder. Das Hotel war Hauptquartier und Pressezentrum des Hawaii-Ironman Triathlons, der am Vortag stattgefunden hatte.  Direkt neben dem Hotel liegt der Royal Compound. Der große König Kamehameha lebte hier. Erhalten und restauriert sind die Kultstätte mit Götterfiguren und verschiedene Gebäude. Auf unserem Programm stand ein Ganztagesausflug in den Hawaii Volcanoes National Park. In dem Park liegen der Mauna Loa und der Kilauea, zwei der höchsten Vulkane mit einer Höhe von über 9.000 Meter. Ungefähr 5.000 Meter liegen unter dem Meeresspiegel. Wie alle Inseln ragen nur die Spitzen der Vulkane heraus. Wir fuhren durch den Süden der Insel in den Park. Die Straße führte durch eine grauschwarze Weite. Sie führte auch am Halema’uma’u Pit vorbei, dem eigentlichen feurigen Krater des Kilaueas und Sitz der Feuergöttin Pele. Steil fiel der Rand in den Krater. Unter öffnete sich eine weite schwarze Fläche. An einigen Stellen stieg Rauch auf.   Halema’uma’u Pit Ein paar Meilen weiter führte die Straße durch das Lavafeld Mauna Ulu. Soweit das Auge reichte, war rechts und links nur schwarze Lava zu sehen. Das letzte Stück der Straße verlief parallel der Küste. Aus flüssiger Lava und der Meeresbrandung hatte sich der Holei Sea Arch gebildet. Bei Lae Apuki war flüssige Lava über die Straße gelaufen. So endete die Fahrt hier. Auch das Gebäude der Park Ranger war unter der Lava verschüttet worden. Sie waren nun flexible und auf Camper umgestiegen. An diesem Tag war zwar keine rote Lava zu sehen, aber am Waha’ula Helau dampfte es aus dem Meer. Das war ein eindeutiges Zeichen, dass unterirdisch heiße Lava ins Meer floss und so diese Insel weiter vergrößerte. Lae Apuki Waha’ula Helau Der größte Teil des Nordens wird von der Parker Ranch eingenommen. Mit 900 km² ist sie einer der größten Farmen der USA. Sie wurde 1847 gegründet und gehört damit auch zu den ältesten der USA. Die riesigen Weideflächen werden dem fruchtbaren vulkanischen Boden verdankt. Die Range ist aber auch eine Touristenattraktion. Das Angebot reicht von historischen Führungen, Reiten, Rodeo bis hin zu einem Abend am Lagerfeuer.  In Shop konnte typische Westernkleidung erstanden werden.   Parker Ranch An der Nordostküste liegt das Waipi’o Valley. Dieses Tal beeindruckte durch seine Geschichte und ist von Sagen umwogen. Das Tal wird oft auch „Tal der Könige“ genannt. Viele hawaiianische Stammesführer hatten hier ihre Heimat. Es hat bei der polynesischen Urbevölkerung große historische und kulturelle Bedeutung. Mehrere hawaiianische Götter haben ihren Sitz im Tal. Touristen waren nicht gern gesehen. Deshalb verzichteten wir, ins Tal hinunter zu fahren. Vor unserem Rückflug übernachteten wir noch einmal am Waikiki Beach. Drei Wochen amerikanische Südsee lagen hinter uns. Ein Ausflug in die kleinen Paradiese der hawaiianischen Inseln. Jede hat ihre Besonderheiten. Für mich war es eine Traumreise zu einem Traumziel.
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Die Vorstellung ist wundervoll, aber noch wundervoller ist das Erlebnis! (Oskar Wilde)
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