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Hongkong

© Text und Photos: Silke Wolff Bevor in Hongkong am 30.06.1997 die britische Fahne eingeholt wurde und das Gebiet zur chinesischen „Sonderverwaltungszone“ wurde, wollten wir diese Glitzermetropole besuchen. So flogen wir am 27.03.1997 von Düsseldorf über Kopenhagen nach Hongkong. Am Gate in Kopenhagen trafen wir mit unserer Reiseleiterin, die uns auf der gesamten Tour begleiten sollte und den anderen Reiseteilnehmern zusammen. Nach einem 13-stündigen Flug landeten wir morgens auf dem Flughafen Kai-Tak. Der Landeanflug gehört zu den spektakulärsten der Welt. Die großen Jets schweben nur wenige Meter über den Häuserdächern ein. Allerdings ist bereits ein neuer größerer Flughafen in Bau, sodass Kai-Tak in einigen Jahren geschlossen werden soll. Das öffentliche Transportnetz mit U-Bahnen und Bussen ist sehr gut ausgebaut und man findet sich einfach zurecht. Nach einer Erholungspause im Hotel machten wir uns mit dem öffentlichen Bus auf den Weg nach Tsim Sha Tsui. Von dort ist der Anblick der Skyline auf Hongkong Island atemberaubend. An unserem ersten Tag hingen leider die Wolken tief und es regnete ganz leicht. Damit verbunden war eine hohe Luftfeuchtigkeit. Um den Ausblick trotzdem zu genießen, gingen wir ein Stück auf der Hafenpromenade. Hier steht auch der Clock Tower, das einzige Überbleibsel des alten Kowloon-Canton Railway Terminus‘. Skyline Hongkong Island Direkt gegenüber steht das berühmte Peninsula Hotel, das wohl berühmteste Hotel der Stadt. Das Hotel besitzt die größte Rolls Royce-Flotte der Welt. In keinem anderen Hotel gibt es so viel Bedienstete pro Gast. Von der Promenade geht die Nathan Road ab, Sie wird auch als „Goldene Meile“ bezeichnet und ist eine der glitzernden Einkaufs-Boulevards. Unter dessen Lichtreklamen kann man bis spät in die Nacht einkaufen. Nathan Road An der Road steht auch die Kowloon Mosque. Sie wurde ursprünglich für in der britischen Armee dienende moslemische Inder errichtet. In der Temple Street wird jeden Abend der größte Nachtmarkt abgehalten. Auch wir stürzten uns ins Getümmel zahlreicher Verkaufsstände. Unser offizielles Besichtigungsprogramm begann mit einer Dschunkenfahrt in Aberdeen. Bekannt ist dieser Teil auch für seine Wohnboote. Auf den kleinen Dschunken leben ganze Generationen eng beieinander. Wohnboote in Aberdeen Hier liegen auch die berühmten Floating Restaurants vor Anker. Auf dem Größten der drei Restaurants findet bis zu 2.500 Gäste Platz. Allerdings lohnt sich ein Besuch in den Restaurants nicht. Sie sind sehr teuer und das Essen ist von schlechter Qualität. Floating Restaurant Jumbo Nach der Fahrt besuchten wir den Aberdeen Wholesale Fish Market, eine feuchte Angelegenheit und nicht unbedingt mein Ding. Sehenswerte fand ich den kleinen Tin Hau-Tempel in der Repluse Bay. Dieses liegt zwischen modernen Hochhäusern. In der Tempelanlage befindet sich auch der Geldgott. Wenn man ihn reibt, so sagen die Einheimischen, und die andere Hand in die Hosentasche steckt, leidet man nie wieder unter Geldnot. Na ja, probiert habe ich es wenigstens. Mal sehen, was wird. Repulse Bay ist nicht nur einer der populärsten Badestrände, sondern auch eine der teuersten Wohngegenden. In der Appartementanlage „The Repulse Bay“ klafft ein mehrere Stockwerke hohes Loch, damit dem hinter dem Gebäude lebenden Bergdrachen der Blick auf die See nicht verbaut wird. Feng Shui ist eben wichtiger als ein paar hunderttausend Dollar Mieteinnahmen pro Monat. Wohnanlagen Repulse Bay Abschluss unserer Tour sollte der grandiose Ausblick vom Victoria Peak sein. Mit der historischen Peak Tram fuhren wir die 1,4 km hinauf. Leider war es wieder nebelig und so war der Blick auf die Stadt nicht so besonders. Im Western District tauchten wir in das alte traditionelle chinesische Hongkong ein. Auf dem Markt wurden zahlreiche exotische Früchte, Gewürze etc. angeboten. Die Fleischstände auf dem Wholesale Market in Kennedy Town entsprachen aber nicht dem westlichen Hygienestandard. Das Bergauf und Bergab der Gassen erleichterten uns u.a. der Hillside Escalator in der Jubilee Street. Am Star Ferry Pier fiel ich auf eine typische Touristenfalle herein und machte mein bisher teuerstes Foto. Für umgerechnet 3,-- DM fotografierte ich einen der Rickscha-Boys. Nachdem ich den Schock überwunden hatte, machten wir uns auf, um das Zentrum von Hongkong Island zu erkunden. Skyline Das Viertel ist geprägt von modernen Hochhäusern und Einkaufszentren. Central ist das Banken- und Büroviertel der Stadt. Die Grundstückspreise hier zählen zu den höchsten der Welt. Einige Kolonialstilgebäude sind aber dem Immobilienwahn nicht zum Opfer gefallen. In unmittelbarer Nähe des Anlegers befinden sich das Jardine Building, bekannt aus dem Roman „Das Nobel House Hongkong“, das noble Mandarin Oriental Hotel sowie der alte Supreme Court der Kronkolonie. Dahinter überragt das 70 Stockwerke hohe Gebäude der Bank of China fast alles. Sehenswerter ist allerdings das Hauptquartier der Hongkong Bank. Das Gebäude von Sir Norman Foster gilt es eines der modernsten der Stadt und ist zusätzlich streng nach Feng Shui regeln gebaut. Etwas deplatziert wirkt das Gouvernement House, indem noch der britische Gouverneur residiert. Inzwischen waren wir etwas fußlahm geworden und setzten uns zur Erholung in die Tramway. Die Wagenflotte besteht als Einzige der Welt vollständig aus Doppeldeckern. Eine Fahrt mit der 1904 fertiggestellten Tram ist ein Muss für alle Touristen. Zudem ist es die billigste Sightseeing-Tour. An der Endstation am Western Market legten wir einen Stopp ein. Tramway-Fahrt Wir mussten uns das umfangreiche Angebot der Stoffhändler anschauen. Dort stießen wir auch auf eine typische chinesische Apotheke. Das Angebot ist mit dem westlichen überhaupt nicht zu vergleichen. Es gibt dort eingelegt oder getrocknete Wurzeln und eine Menge undefinierbarer Dinge.  Nach diesem kurzen Rundgang setzten wir uns wieder in die Tram und ließen uns vom Western District via Central nach Causeway Bay schaukeln. Nach einigen Tagen in Hongkong hatten wir endlich auch einige Regeln der Stadt verstanden: Taxis kann man dort nicht einfach per Handzeichen auf der Straße anhalten. Man findet sie aber sehr zahlreich vor den genauso zahlreichen Hotels der Stadt. Wer in Restaurants zu Abend essen möchte, muss bis ca. 20:30 Uhr im Restaurant bestellt haben. Danach wird es schwierig, überhaupt noch Einlass zu finden. Bis zu dieser Erkenntnis mussten wir leider auf Fast-Food-Ketten ausweichen. Am Abend hatte sich der Dunst über der Stadt aufgelöst. So nutzen wir die Gelegenheit und fuhren noch einmal auf dem Peak, um nun bei klarer Sicht und den Lichtern den einmaligen Ausblick auf die Stadt zu genießen. Hongkong by night Auch ein Ausflug auf die Insel Cheung Chau stand auf unserem Programm. Früh am Morgen setzten wir mit der Fähre über. Die Insel ist ca. 2,4 km² groß und hat 40.000 Einwohner. Trotzdem hat sie sich ihren ländlichen Charakter bewahrt. Im Hafen dümpeln zahlreiche Wohn- Dschunken. Cheung Chau besitzt eine der größten Dschunken-Städte Hong Kongs. Der wichtigste Tempel der Insel ist der Pak Tei Tempel. Er ist Pak Tei, dem Gott der Meere, geweiht, der auch als „oberster Herrscher der dunklen Himmel“ gilt. Pak Tai Tempel In der Hauptgeschäftsstraße findet tagsüber ein anziehender Markt statt. Der Tung Wan Beach ist einer der beliebtesten Strände der Insel und daher am Wochenende und Feiertagen entsprechend voll. Die Insel Lantau ist ein kleines Paradies für Wanderer und Erholungsuchende. Auf der Insel steht das Kloster Po Lin. Es ist das bedeutendste buddhistische Kloster Hong Kongs . Auf dem großen Gelände befindet sich der größte frei stehende Bronzebuddha Südostasiens. Die Figur sitzt auf einem Steinsockel, der dem Himmelstempel in Peking nachempfunden ist. 260 Stufen führen auf die Plattform hinauf. Po Lin Monastery Ansonsten ist es mit der Ruhe auf der idyllischen Insel bald vorbei. Das größte Bauprojekt, der neue Großflughafen Chek Lap Kok wird in unmittelbarer Nähe realisiert. Für den Sonnenuntergang hatte unsere Reiseleitung sich noch etwas Besonderes einfallen lassen. Die gesamte Gruppe unternahm eine Dschunkenfahrt mit Freigetränken. Skyline Einen letzten Absacker und damit Abschied von Hongkong nahmen wir in der Felix-Bar des Peninsula Hotels. Die Bar mit dem einmaligen Blick über die beleuchtete Metropole ist im obersten Stockwerk des Towers untergebracht. Nach einer eindrucksvollen Woche mussten wir leider wieder Abschied nehmen.
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Die Vorstellung ist wundervoll, aber noch wundervoller ist das Erlebnis! (Oskar Wilde)
Silke Wolff
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