© Text und Photos: Silke
Wolff
1. Tag: Detmold – Kenmare
Am 05. September 2005 machten sich wieder ein paar
Club-Mitglieder des Deutsch-Englisch-Clubs auf den Weg, um ein
englischsprachiges Land zu erkunden. Dieses Jahr sollte die
Reise nach Irland gehen. Unser Club-Busfahrer Peter brachte uns
zum Flughafen Köln. Von dort folgen wir nach Shannon. Am
Flughafen wartete bereits unser irischer Busfahrer, um uns nach
Kenmare in Bay-Hotel zu bringen. Kenmare war für eine Woche der
Ausgangspunkt unserer Touren.
Kenmare ist für seine Spitzen berühmt. Aus Not wurde im 19.
Jahrhunderte im Kloster ein Spitzenklöppelschule gegründet. In
den örtlichen Geschäften sind feine Spitzenarbeiten zu finden.
Hinter der Kirche führt ein Weg zu einem gut erhaltenen
Steinkreis.
Auch wir machten uns auf eine erste Erkundungstour durch den
Ort.

Kenmare |

Steinkreis |
2. Tag: Ring of Kerry
Die Straße rund um die Halbinsel Iveragh gehört zu den
Traumstrassen dieser Welt. Entgegen dem Uhrzeigersinn fuhren wir
einmal rund um die Halbinsel. Aufgrund der schmalen Strassen ist
diese Richtung eine Absprache unter den Busfahrern.
Individualtouristen fahren in die Gegenrichtung.
Nach mehreren Fotostopps gelangten wir an das Staigue Stone
Fort. Die Meter dicken Mauern des Ringforts sind ohne Mörtel
zusammengefügt. Das Alter des Forts wird auf etwa 2.000 bis
3.000 Jahre geschätzt.
In dem Örtchen Sneem sind zu Ehren des irischen Präsidenten
O’Dálaigh abstrakte Pyramiden errichtet. Weitere Skulpturen
erinnern an andere prominente Besucher.

Lady's View |

Steinbrücke |

Pyramiden
in Sneem |
3. Tag: Cliffs of Moher – Bunratty Castle
Die Felsenklippen von Moher erstrecken sich über acht Kilometer
und sind bis zu 200 m hoch. Durch die Gischt sind sie immer in
einen Nebel eingehüllt. Für den atemberaubenden Ausblick nahmen
wir den langen Weg von Kenmare auf uns. Allerdings entpuppte
sich die Aussicht für uns als absolute Null-Nummer. Es regnet in
Strömen und es war sehr neblig. So konnten wir die Klippen und
das tosende Meer nur erahnen. Klitschnass wärmten wir uns in
Container, die als Besucherzentrum dienten wieder auf. Schade.
Auf dem Rückweg versöhnte uns der Besuch von Bunratty Castle
etwas. In der Anlage befindet sich ein nachgebautes Bauerndorf
von ca. 1900. Hauptattraktion ist die Burg aus dem Jahr 1425.

Bunratty Castle
4. Tag: Dingle Peninsula
Die Halbinsel im schimmernden Grün, mit sandigen Buchten und
schroffen Klippen gilt als typisch irisch. In der Nähe von
Dunquin hatten wir einen guten Blick auf die vorgelagerten
Blasket-Inseln.

Typisch für diese Gegend sind auch die flammenden
Fuchsienhecken.

Das einzige vollständig erhaltene Bauwerk aus der Zeit der
mörtellosen Bauweise befindet sich ebenfalls auf der Halbinsel,
das Gallarus-Oratorium.

Gallarus-Oratorium
5. Tag: Cork – Rock of Cashel
Leider zeigte sich das Wetter auch heute nicht von der besten
Seite. Bei Regen liefen wir durch die Strassen von Cork. Schutz
suchten wir in der überdachten Markthalle, dem English Market.
In den Hallen eröffnet sich eine Vielfalt kulinarischer
Angebote.
Auf dem Rückweg zum Bus mussten wir unbedingt noch einen
Abstecher zur St. Fin Barre’s Cathedral machen.

St. Fin Barre's Cathedral
Der Legende nach war der Felsen von Cashel einst Schlafplatz der
Feen. Tatsächlich war er Sitz der Könige von Munster. Der
heilige Patrick wirkte dort. Der Rock of Cashel ist ein
einzigartiges Monument frühchristlicher Geschichte. 1101 bekam
der Bischof von Limerick den Felsen geschenkt. Im 13.
Jahrhundert wurde mit dem Bau der Kathedrale begonnen. Die
Bischofsburg entstand im 15. Jahrhundert. Bis in das 18.
Jahrhundert blieb Cashel Sitz des katholischen Erzbischofs.
Rock of Cashel
6. Tag: Garnish
Island – Bantry House
Der heutige Tag war für mich der Höhepunkt unserer Reise. Mit
einem kleinen Boot setzten wir nach Garinish Island über. Auf
flach aus dem Wasser ragenden Felsen sonnten sich Robben.

Die Besitzer wollten einen mediterranen Garten schaffen. Dies
ist ihnen auch gelungen. Torbögen und Treppen runden die
einzigartige Atmosphäre zwischen Pflanzen, Palmen und Blüten aus
aller Welt ab.
Das Bantry House befindet sich noch in Privatbesitz und wird von
der Familie Shelswell-White, dem Earl of Bantry bewohnt. Das
Haus ist für die Öffentlichkeit geöffnet. Sehenswert ist aber
der großzügige Park und die Aussicht auf die Bantry Bay. Neben
dem Haupthaus liegt die Inchelvie Wiskey Distellery. Das kleine
Cafe lädt zu Kaffee und Kuchen ein.
Ein kleiner Geheimtipp ist der Lough Gougane Barra See. In dem
tiefen, dunklen Bergsee liegt eine kleine Insel mit einer Kirche
darauf. Die Umgebung ist äußerst stimmungsvoll. Vor allen, wer
wie wir dort eine Trauung erleben dar.
7. Tag: Killarney National Park – Muckross House
Im Killarney National Park stiegen wir für eine einstündige
Rundfahrt auf dem See in Boot. Ich genoss die Ruhe und die
vorbeiziehende Landschaft. Der letzte Höhepunkt unserer Reise
war eindeutig das Muckross House. Das riesige Haus im
viktorianischen Stil ist von einem weitläufigen Park umgeben.
Der Park grenzt an den Muckross Lake.
8. Tag: Rückreise
Leider mussten wir schon wieder Abschied nehmen. Auch wenn das
Wetter hätte manchmal besser sein können, war es doch eine
eindrucksvolle Reise durch die grünen Landschaften, die
frühchristlicher Geschichte, die stattlichen Herrenhäuser und
ihren Gärten.
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