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Colorado / New Mexiko / West-Kanada & Nordwesten-USA

© Text und Photos: Silke Wolff Meine zweite große USA-Tour begann am 11.07.1992 in Denver. Mit der bewährten Autobesetzung machten wir uns auch dieses Jahr auf den Weg. Die geplante Gruppenreise sollte erst eine Woche später in Seattle beginnen und im Südwesten der USA enden. Den Südwesten der USA hatten wir bereits ein Jahr zuvor bereist. Deshalb hatten Petra, Bärbel und ich uns darauf geeinigt, eine Woche vorher durch Colorado und New Mexico zu fahren und in Seattle die Tour zu beenden. Nach einer Nacht in Denver machten wir uns auf den Weg Richtung Südwesten. Wir passierten die berühmten Wintersportorte Vail und Aspen. Vail liegt im Zentrum verschiedener Skigebiete im White River National Forest und Arapaho National Forest. Die besonders bei Prominenten beliebte Silberstadt Aspen wäre beinahe eine Ghosttown geworden. Der kleine Ort Leadville ist der höchst gelegene Ort in Colorado. Von der Main Street hatten wir einen zauberhaften Blick auf die schneebedeckten Rocky Mountains.   Leadville Ab Leadville fährt die historische Southern Railroad. Auch wir kauften uns jeder ein Ticket und ließen uns auf den harten Holzbänken durch die Landschaft fahren. Unterwegs musste die Dampflok mit Wasser versorgt werden. Deshalb gab es einen Stopp bei einem alten Wasserturm.   Southern Railroad Etwas südlich von Durango überquerten wir die Grenze nach New Mexico. Unser Ziel war Santa Fe.  1610 wurde die Stadt von spanischen Kolonisten als Hauptstadt der nördlichen Territorien gegründet. Seit dieser Zeit hat sie ihre Individualität nicht aufgegeben. Die Plaza und der Gouverneurspalast stammen noch aus dieser Zeit. In Santa Fe ist die Adobebauweise beibehalten worden. Die Kirche San Miguel Mission ist wahrscheinlich die älteste Kirche des Landes und wird seit dem frühen 17. Jahrhundert genutzt. Die Loretto Chapel ist berühmt für ihre zwei volle Umdrehungen machenden frei stehenden Wendeltreppe. Die St. Francis Cathredral wurde 1869 zum Anlass der Ernennung Santa Fe’s zum Erzbistum gebaut. Die arkadengesäumte Plaza ist das Zentrum der Stadt. Hier steht auch der Palace of the Governors. Das niedrige Gebäude diente 300 Jahre als öffentliches Verwaltungsgebäude ist nun Museum für die Geschichte des Südwestens. Unter seinen breiten Arkaden wird täglich Kunsthandwerk verkauft.   Arkaden In Taos schlossen wir uns einer Führung durch das Taos Pueblo an. Taos Pueblo ist eine etwa 1.000 Jahre alte, noch bewohnte Indianersiedlung. Das bis zu fünf Stockwerke über- und nebeneinander gebaute Dorf wird noch heute von mehr als 2.000 Menschen bewohnt. Sie leben nicht viel anders als ihre Vorfahren. Das Pueblo kann zwar besichtigt werden, ist aber kein Museum.   Taos Pueblo Zu Colorado und New Mexico gehört natürlich auch der Rio Grande oder Rio Bravo, wie er in Mexico genannt wird. Wir stießen in der Nähe von Taos auf den legendären Fluss. Dieser Abschnitt wird Rio Grande Gorge genannt. Der Fluss fließt durch eine 125 km lange und bis zu 300 m tiefe Schlucht, die er sich vor Urzeiten in das Taos Plateau gegraben hat.   Rio Grande Zurück in Colorado liegen im Great Sand Dunes Natianal Park riesige Sanddünen im San Luis Tal. Teilweise sind die Dünen über 200 m hoch. Um diese Landschaft ranken sich viele Legenden.   Great Sand Dunes Zurück in Denver erkundeten wir die Stadt. Mitte des 19. Jahrhunderts war Denver Durchgangslager für Goldsucher, die weiter in die Berge zogen.1876 wurde sie Hauptstadt des neuen Staates Colorado. Das Gold der Kuppel auf dem State Capitol stammt aus dem Bergwerken Colorados. Das Capitol ist durch einen Park, in dem ein Obelisk steht, mit der City Hall verbunden.   State Capitol Nach einer Woche und 2.000 km durch Colorado und New Mexico bestiegen wir ein Flugzeug nach Seattle. Dort setzen wir unsere Reise fort. In Seattle, der Hauptstadt des Bundesstaates Washington, trafen wir auf die gerade aus Deutschland angereist Gruppe, mit der wir die nächsten Tage durch den Westen Kanadas und den Nordwesten der USA reisen sollten. Untergebracht waren wir in Seattle bei Gastfamilien. Unweit der Großstadt liegt der Mount Rainier National Park. Der Nationalpark ist Teil der bis zu 4.400 m hohen Kaskadenkette. Traurige Berühmtheit erlangte das Gebiet 1980 durch den Ausbruch des Vulkans St. Helens. Mount Rainier ist mit einem Ring von 26 aktiven Gletschern und Eisfeldern umgeben.   Mount Rainier Am Abend in Vancouver speisten wir auf Empfehlung unserer Gastgeber auf dem Grouse Mountain. Mit dem Superskyride fuhren wir 1.100 m hoch auf den Berg. Von dort oben hatten wir einen großartigen Blick auf die beleuchtete Stadt und die Umgebung. Von Vancouver unternahmen wir einen Tagesausflug nach Vancouver Island. Die 300 Meilen lange Insel ist mit einer Fähre in ca. 1 ½ Stunden zu erreichen. Zentraler Ort ist Victoria. In der Stadt steht das Parliament Buildings. Es ist dem englischen Parlament nachempfunden. Besonders sehenswert ist das alt ehrwürdige Empress Hotel. Der Rest der Insel besteht aus zahlreichen Naturparks und Schutzgebieten.   Victoria Natürlich musste das Zentrum Vancouvers ebenfalls erkundet werden. Wir nahmen uns einen ganz Tag dafür. In Gastown begann 1867 die Geschichte mit einem Wiskeyfass. Die an dieser Stelle errichtete Kneipe war das erste feste Steingebäude der Stadt. Gassy-Jack steht noch heute auf seinem Wiskeyfass.   Gassy Jack Zur Gastown gehört auch die dampfgetriebene „Steam Clock“ mit Westminstergeläut und Dampfpfeife. Chinatown ist das alte Chinesenviertel mit vielen kuriosen Angeboten. Am Canada Place lag ein Kreuzfahrtschiff, dass am nächsten Tag durch die Inside Passage in Richtung Alaska fahren sollte. Es zog uns magisch an, aber die Passage war unbezahlbar. Wir verließen Vancouver in Richtung Osten. An einem Seitenarm des Fraser River liegt der Fort Stanley National Park. 1827 wurde von der Hudson’s Bay Company hier ein Fort errichtet, um den Handel mit den Indianern zu kontrollieren. Im Hell’s Gate zwängt sich der Fraser River durch eine nur 40 m schmale Öffnung. Rund zwei Millionen Lachse müssen jährlich durch den gefährlichen Engpass um die Laichplätze am Oberlauf des Fraser zu erreichen. Auf dem Trans-Kanada-Highway No. 1 folgten wir dem alten Gold-Rush-Trail. Ursprüngliche Natur und Einsamkeit fanden wir im Wells Gray Provincial Park. Beeindruckend ist der im Park gelegene 135 m hohe Helmcken Fall. Am Clearwater Lake endet die Straße. Rundherum nur Natur.   Clearwater Lake Der Mount Robsen ist mit 3.954 m der höchste Berg der kanadischen Rocky Mountains. Der größte See ist der Maligne Lake. Er ist 22 km lang und bis zu 96 m tief. Beliebtes Fotomotiv ist das historische Bootshaus mit seinem roten Dach.   Maligne Lake Von Jasper fuhren wir auf dem Icefields Parkway nach Süden. Die Strecke führte über 230 km zum Lake Louise und gilt als einer der schönsten Bergstraßen der Welt. Ein Höhepunkt auf der Strecke ist das Columbia Icefield. Es ist das größte Eisfeld der Rocky Mountains. In 3.000 m Höhe bedeckt das 360 m dicke Eis eine Fläche von 325 km². Acht Gletscher haben ihren Ursprung in diesem Eisfeld.   Columbia Icefield Die Hauptattraktion in der Nähe von Banff ist der Lake Louise. Am Seeufer thront das Château Lake Louise.   Lake Louise Wir ließen die Berge hinter uns und fuhren durch die weite Prärie nach Calgary. Das Olympiagelände von 1988 liegt ca. 20 km vor der Stadt. Wir stoppten hier, um das Gelände mit seinen Sporteinrichtungen zu besichtigen.  In der Innenstadt sind die Gebäude mit sogenannten Skywalks verbunden. Die gläsernen Übergänge ermöglichen es im eiskalten Winter durch die Innenstadt zu laufen, ohne sich der Kälte aussetzen zu müssen.  Auf unserem Weg nach Fort MacLeod kamen wir an zahlreichen für Alberta so typischen Getreidespeichern vorbei.   Getreidespeicher Am Stadtrand von Fort MacLeod steht das Museum des historischen Polizeipostens, der Royal Canadian Mounted Police.  Die kleine Stadt Fort MacLeod ist ebenfalls sehenswert. In der Main Street sind zahlreiche historische Sandsteinhäuser erhalten geblieben.   Fort MacLeod Der letzte Höhepunkt unserer Tour war der Yellowstone National Park. Mit 2.221.773 acres ist er der größte und älteste Nationalpark der USA. Der Park ist voll von heißen Quellen und Geysiren, die periodisch Dampf oder auch Schlamm ausspucken. Der bekannteste Geysir ist der „Old Faithful“, der in Abständen von 60 bis 90 Minuten eine Dampfwolke von bis zu 39 Meter versprüht.   Old Faithful Im Yellowstone verabschiedeten wir uns von Gruppe und machten uns auf den ca. 1.500 km langen Weg durch Wyoming und Montana nach Seattle. Für diese lange Fahrstrecke benötigten wir 1 ½ Tage durch die endlose weiter der Weizenfelder. Wenn nicht ab und zu ein Testflug der Boing-Werke zu sehen gewesen wäre, hätten wir wahrscheinlich einen Straßenkoller bekommen. Nach unserer Ankunft in Seattle hatten wir noch einen Nachmittag um etwas von der Stadt zu sehen.  Vom Space Needle hatten wir einen guten Ausblick auf die Skyline der Stadt. Der 184 m hohe Trum ist das moderne Wahrzeichen und steht auf dem Gelände der Weltausstellung von 1962.   Space Needle, Seattle Unsere beeindruckende Reise war hier zu Ende. Wir bestiegen wieder das Flugzeug Richtung Deutschland. Es sollte lange nicht meine letzte USA-Reise sein.
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Die Vorstellung ist wundervoll, aber noch wundervoller ist das Erlebnis! (Oskar Wilde)
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