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USA - Ostküste

© Text und Photos: Silke Wolff Am 09.10.1993 flogen Bärbel und ich zum dritten Mal gemeinsam über den Atlantik. In den folgenden drei Wochen erkundeten wir die Ostküste der USA. Unsere Tour führte uns von Washington an der Küste hinauf bis zu den Niagara-Fällen in Kanada. Mit einer detaillierten Erkundung der Hauptstadt Washington D.C. begann unsere Reise. Um die National Mall befinden sich fast alle Sehenswürdigkeiten. Das U.S Capitol ist Sitz des US. Congress und des Senats. Mit dem Bau wurde 1793 begonnen. Auf der gigantischen Kuppel mit einer Höhe von 78,6 Meter steht eine Freiheitsstatue. Im Inneren konnten wir uns ohne Führung frei bewegen und besichtigten den alten Repräsentantensaal. Heute befinden sich hier Statuen bedeutendender Persönlichkeiten. Die Rotunda im Herzen des Capitols ist der Zeremonienraum. Im alten Senatssaal ist das Original der Unabhängigkeitserklärung ausgestellt. Ebenfalls hängt im Gebäude ein Porträt von Pocahontas, der Tochter eines Indianerhäuptlings. Capitol Der Supreme Court und die Library of Congress haben ihren Sitz ebenfalls auf dem Kongresshügel. Entlang der Mall passierten wir die bedeutendsten Museen. Zentral ist das Washington Monument platziert. Der Obelisk ist dem ersten Präsidenten des Landes gewidmet. Die berühmteste Gedenkstätte ist sicherlich das Lincoln Memorial mit der sitzenden Figur von Abraham Lincoln. Es liegt am westlichen Ende auf einer Achse mit dem Kapitol. Der Blick von dort oben über den Reflecting Pool war wunderbar.   Reflecting Pool Besonders berührt haben mich die Menschen vor dem Vietnam Veterans Memorial. In der schwarzen Granitwand sind 58.000 Namen aller im Vietnamkrieg gefallenen oder vermissten Soldaten eingraviert. Besucher suchen dort nach Namen von Verwandten oder Bekannten und legen Blumen oder kleine Präsente nieder. Ein Besuch im Weißen Haus war selbstverständlich fester Bestandteil unseres Programms. Schon früh am Morgen warteten wir in der Schlange auf Einlass. Die Innenräume beeindruckten durch schlichte Eleganz.   The White House Der Arlington National Cemetery ist während des Bürgerkrieges entstanden. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Grabmal des Unbekannten Soldaten geschaffen. Zahlreiche Persönlichkeiten fanden auf dem Nationalfriedhof ihre letzte Ruhe.  Ein Gedenkstein erinnert an die Besatzung des Space Shuttle „Challenger“. Das bekannteste ist sicherlich das Grab des ehemaligen US Präsidenten John F. Kennedy am Fuße des Arlington House. Das Arlington House war das Haus des Südstaatengenerals Robert E. Lee. Unweit von hier befindet sich auch das Grab von Robert Kennedy.   Grab von John F. Kennedy Unweit des Friedhofs steht das fünfeckige Gebäude des Pentagons. Das Verteidigungsministerium ist eines der größten Bürogebäude der USA. Nur 16 Meilen südlich von Washington, im Bundesstaat Virginia liegt eine der bekanntesten Plantagen am Potomac River. Mount Vernon war der Landsitz des ersten Präsidenten, George Washington und seiner Familie.  Georg Washington, seine Frau Martha und weitere Familienmitglieder sind auf der Plantage begraben.   Mount Vernon, Herrenhaus Wir verließen die Hauptstadt in Richtung Norden und machten Station in Baltimore. Im Hafen liegt die US Frigate „Constellation“, das erste Schiff der US Navy. Sie ist wahrscheinlich das älteste noch schwimmende Kriegsschiff der Welt.   US Frigatte „Constellation“ In Pennsylvania liegt das Zentrum der Armischen-Kultur. Hier gibt es keine Autos, Landmaschinen, Reißverschlüsse und andere Annehmlichkeiten. Gängiges Fortbewegungsmittel ist die Kutsche und der Pferdewagen.  In den Dörfern um Lancaster ist diese Kultur erhalten. Wir tauchten im Mill Bridge Village in die alte Lebensweise ein. Im Armish Farm and House lernten wir, wie ein traditioneller Armisch- Bauernhof nach alter Ordnung bewirtschaften wird.   Armish-Country Philadelphia, die Stadt am Delaware River, steht heute für die amerikanische Unabhängigkeit. 1774 und 1775 tagte hier der Continental Congress, der die Revolution gegen England führte und 1776 die Unabhängigkeit erklärte. Der Federal Convention verfasst hier 1787 die amerikanische Verfassung (Constitution). Bis 1800 blieb Philadelphia die Hauptstadt des Landes. Auch wir gingen den sog. Freedom-Trail. Das elegante Bishop White House von 1786 gehörte dem ersten Bischof von Pennsylvania. Im Todd House bekamen wir einen Einblick in das Leben der frühen Quäker. Todd House war das Haus der späteren Frau James Madison, dem vierten Präsidenten der USA. Gegenüber dem Visitor Center steht das Gebäude der First Bank of the United States. In der Carpenter’s Hall, Zunfthaus der Schreiner, war die Versammlungshalle des ersten Continental Congress.   Carpenter’s Hall Zentrum des Independence National Historical Parks ist sicherlich der Independence Square. Die Independence Hall war ursprünglich Sitz der pennsylvanischen Regierung, bis der zweite Continental Congress, der die Unabhängigkeitserklärung verabschiedete, einzog. Hier wurde ebenfalls die amerikanische Verfassung ausgearbeitet. In der Congress Hall traf sich zeitweilig der erste Kongress. Die Old City Hall war Sitz des Obersten Gerichtshofes (Supreme Court). Hinter dem Square wird in einem Pavillon auf der Mall die Freiheitsglocke, Symbol der amerikanischen Freiheit, aufbewahrt.  Den Großraum New York umfuhren wir weiträumig. Die Metropole kannten wir von unserem Besuch zwei Jahre zuvor. Nördlich von New York liegt West Point, die United States Military Academy am Hudson River. Diese berühmte Militärschule existiert seit 1802. Im Museum ist ein Stück der Berliner Mauer ausgestellt.   West Point Museum New Haven ist vor allem durch die Yale University berühmt. Geniale Erfinder waren dort zu Hause. Inzwischen waren wir im Bundesstaat Rhode Island angekommen. Newport, die einstige Schiffbaustadt ist heute exklusive Sommerresidenz der Reichen. Deren Paläste bestaunten wir auf einer Rundfahrt über den Ocean Drive und über die Bellevue Avenue. Die größte Residenz ist The Breakers, ein für Cornelius Vanderbilt gebauter Palast mit 70 Räumen.   The Breakers Die meisten Anwesen sind durch hohe Mauern und Hecken natürlich nicht einsehbar. Der Öffentlichkeit zugängig war die Hammersmith Farm. Die Farm diente seit 1887 der Familie Auchincloss als Sommersitz. Die bekannteste Tochter der Familie, Jacquline heirate hier Präsident John F. Kennedy. Während der Regierungszeit von John F. Kennedy war Hammersmith Farm präsidialer Sommersitz.   Hammersmith Farm In Plymouth betraten am 21. Dezember 1620 die Pilgerväter der Mayflower hier amerikanischen Boden. Ein Nachbau der Mayflower liegt am State Pier. In Bosten begaben wir uns auf den Freedom Trail. Eine rote Linie auf dem Bürgersteig führte uns zu den Sehenswürdigkeiten. Wir begannen am Massachusetts New State House. Das Kapital mit der goldenen Kuppel ist das älteste des Landes und hat Späteren als Modell gedient.   New State House Die King’s Chapel war die erste Kirche der Anglican Church. Das Old Corner Bookstore Building war das intellektuelle Zentrum des 19. Jahrhunderts. Im Old South Meeting House trafen sich die politischen Bürger in der vorrevolutionären Zeit. Der als „Bosten Tea Party“ bekannte Aufstand gegen die Besteuerung der Kolonie hatte hier ihren Anfang. Sitz der Kolonialregierung war das Old State House. Es ist das älteste öffentliche Gebäude der Stadt und heute Museum. Eigentlich wurde Markt in der Faneuil Hall Markt abgehalten. Das obere Stockwerk diente aber 80 Jahre lang als Rathaus. Viele politische Versammlungen der Revolutionszeit fanden hier statt. Deshalb trägt die Faneuil Hall den Beinamen „Wiege der Freiheit“.    Faneuil Hall Beacon Hill, mit seinen zum Teil noch Kopfstein gepflasterten Straßen und Gaslaternen, ist das teuerste und eleganteste Viertel.  Vom Old State House führte uns der blau markierte Weg zum „Boston Tea Party Ship“, einem Nachbau des Schiffes, bei dem die Revolution begann. Am Abend fuhren wir auf den Hancock Tower. Vom Observatorium im 60. Stock hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Lichter der Stadt. Von Boston fuhren wir bis Maine an der Küste entlang. Mich beeindruckten die schönen langen weißen Sandstrände und die Strandhäuser direkt an der Küste.   Strandhäuser an der Küste von Maine Kennepunkport in seinem typischen Neuenglandstil zum Indian Summer war unsere letzte Station an der Küste. Hier steht das Sommerhaus der Präsidentenfamilie Bush auf einer Landzunge. Abgeschirmt vor der Öffentlichkeit wurde es durch einen wenig dekorativen Bretterzaun. Wir verließen die Küste ins Landesinnere, fuhren durch die White Mountains und den Frankonia Notch State Park. Ganz in der Nähe, in Bretton Woods steht das Mount Washington Hotel. In diesem Hotel kamen 1944 Finanzminister und Notenbankgouverneure von 44 Siegermächten zusammen. Das Abkommen regelte bis Anfang der 1970er Jahre das internationale Währungssystem von festen Wechselkursen, das vom goldhinterlegtem US-Dollar als Leitwährung bestimmt war. Zur Kontrolle wurden die Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IWF) geschaffen.   Bretton Woods Es hatte fast den ganzen Tag geregnet. Die dauernde Bewegung der Scheibenwischer vor unseren Augen hatte an meinen Nerven gezerrt. Auch der Olympia Ort Lake Placid war eine Enttäuschung für uns. Der Ort war eine einzige Großbaustelle und es regnete mal wieder in Strömen.  Zum Sonnenuntergang passierten wir die Grenze nach Kanada und die Sonne ließ sich das erste Mal an diesem Tag blicken. Der St. Lawrence Strom mit seinen über 1.000 Insel bot einen herrlichen Anblick. Müde von dem langen Tag fielen wir in Kingston in unsere Betten. Entlang des riesigen Lake Ontario ging es für uns nach Toronto. Wahrzeichen der Stadt ist der alles überragende CN Tower, mit 553 Metern eines der höchsten frei stehenden Gebäude der Welt. Mit dem Lift ging es hinauf. Der Blick über die Seen und die Stadt war atemberaubend. Nur die in den Boden eingelassenen Glasplatten mit Blick auf den tiefen Grund waren nichts für mich. Ich versuchte sie zu umgehen.   CN Tower Nach einem kürzeren Aufenthalt in Toronto zog es uns weiter zu den Niagara Fällen. Die „donnernden Wasser“ stürzen in zwei Fällen ca. 60 m in die Tiefe. Zwischen den beiden Fällen verläuft die Staatsgrenze zwischen den USA und Kanada. Die wasserreicheren Horseshoe Falls gehören zu Kanada. Eingepackt in lange Regenmäntel fuhren wir mit der „Maid of the Mist“ in die tobende Gischt der Fälle. Einen Helikopterflug über die Fälle gönnten wir uns ebenfalls. Die atemberaubenden Fälle und ihre Ausmaße sind am besten aus der Luft zu erkennen. Jeden Abend werden die Fälle in verschiedenen, wechselnden Farben beleuchtet.  Wir beobachteten das Schauspiel vom Kodak Observation Tower aus.          Niagara Falls         Horseshoe Falls Von den Niagara Fällen aus machten wir uns wieder auf den Weg nach Süden. Unterwegs sahen wir für Halloween bunt geschmückte Häuser.   Halloween In Gettysburg unternahmen wir eine Rundfahrt durch den Gettysburg National Military Park. Während des Bürgerkriegs fand hier eine dreitägige richtungsweisende Schlacht zugunsten der Union statt. Kaum bekannt ist Catoctin Mountain Park in Maryland. Weite Teile des Parks sind Besuchern nicht zugänglich. Auf dem Parkgelände soll sich Camp David, der Sommersitz der amerikanischen Präsidenten, befinden. Wir fuhren auf dem Blue Ridge Parkway und durch den Shenandoah National Park weiter nach Süden. Charlottesville ist die Stadt Thomas Jefferson, dem Verfasser der Unabhängigkeitserklärung und späteren Präsidenten. Er ist hier geboren und zwei seiner bedeutenden Leistungen sind hier erhalten. Nach seiner Präsidentschaft gründete und baute Jefferson die University of Virginia. Wir besuchten Monticello. Sein Herrenhaus hat er selbst entworfen und 40 Jahre lang daran gebaut.   Monticello Unweit, etwas südlich von Charlottsville liegt das kleine verschlafene Nest Schuyler. Hier wuchs ein Schriftsteller auf, dessen Familiengeschichte als Fernsehserie weltbekannt wurde, The Walton’s. Im Ort gibt es ein kleines Walton’s Mountain Museum. In ihm ist die Filmkulisse, inkl. John-Boy’s Zimmer nachgebaut. In Ike Godsey’s Store konnten wir wirklich einkaufen. Colonial Williamsburg war die letzte Station unserer weiten Reise. Williamsburg, einmal Hauptstadt der Kolonie Virginia ist heute ein lebendiges Freilichtmuseum. In Kostümen der Kolonialzeit wird das alte Leben umfangreich dargestellt. Zu sehen bekamen wir u.a. das Kapitol, Sitz der Bürgerversammlung der Kolonie, McKenzie’s alte Apotheke und das Haus des Perückenmachers. Die Raleigh Tavern waren stark besuchte Wirthäuser der damaligen Zeit.   Colonial Williamsburg Sehenswert ist auch die feudale Inneneinrichtung des georgianischen Herrenhauses der Carter’s Grove Plantation. Zurück in Washington D.C. machten wir an unserem letzten Abend noch eine Lichterfahrt zu den beleuchteten Monumenten der Stadt. Hinter dem Lincoln Memorial saßen viele Menschen und beobachteten über den Potomac River hinweg das ewige Feuer auf dem Grab von John F. Kennedy auf dem Arlington Friedhof. Eine beeindruckende Szene.    The Capitol The White House        Jefferson Memorial
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