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01.2012 © 2012 Silke Wolff Besucht mich auf Facebook:
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© Text und Photos: Silke Wolff Nach der wunderschönen Schwedenreise 2009 wollte ich unbedingt noch einmal dorthin. In einem Reisekatalog entdeckte ich eine interessante Reise mit für mich mit neuen Zielen. So überlegte ich nicht lange und buchte.
1. Tag: Anreise Jönköping
Nach nur 1 ¼ Stunden landeten wir etwas unsanft. Dank guter
Reisetabletten hatte mein Magen den Flug unbeschadet
überstanden. An dem kleinen gemütlichen Flughafen von Jönköping
ging wieder alles sehr schnell und unkompliziert. Am Ausgang
wartete schon eine Reihe von Reiseleitern auf ihre Gäste. Auch
meine Reiseleiterin vom letzten Jahr war darunter. Zu meiner
ganz großen Überraschung erkannte sie mich sogar wieder und
meinte: „Wiederkommen ist das größte Kompliment!“ Ich freute
mich über die Überraschung und den herzlichen Empfang.
Zeitig erreichten wir unser Hotel in Linköping. Nach dem gemeinsamen Abendessen endete der Tag früh.
2. Tag: Stockholm - Schären
Mit ihr machten wir eine dreistündige Stadtrundfahrt und einen kleinen Stadtrundgang in der Gamla Stan. Auf der Fahrt sahen wir: Norr Märlanstrand, Långholmen, den kath. Dom in Södermalm, die Schleusen zwischen Ostsee und Märlansee, die Oper, das Grand Hotel. Über den Strandvägen ging es auf die Insel Djurgården mit seinen zahlreichen Museen. In Östermalm fuhren wir am TV-huset, diversen Bildungseinrichtungen und dem Olympiastadion vorbei nach Norrmalm. Über einer der Haupteinkaufsstraßen Sveavägen gelangten wir zurück in die Altstadt. Auf dem Slottsbacken stiegen wir aus und gingen an der 14 cm kleinen Skulptur „der Junge, der in den Mond schaut“ vorbei zum Stortorget mit dem Nobelmuseet. Zurück am Kungliga slott sahen wir noch etwas von der täglichen Wachablösung. In den Yttre Borggården, wo die eigentliche Zeremonie stattfand, kamen wir allerdings nicht. Der war viel zu voll.
Tommy, unser Busfahrer, brachte uns vom Slottsbacken zum Anleger der Schärenboote vor dem Grand Hotel.
Zwischen Stockholm und der Ostsee liegt der Schärengarten mit ca. 24.000 Inseln. Eine Bootstour ist die beste Art einen Eindruck dieser einmaligen Inselwelt zu bekommen.
Wir nahmen ein Linienschiff nach Vaxholmen. Bei der Schärenhauptstadt enden die sog. inneren Schären. Auf die bedeutsame strategische Lage macht ein Kastell aufmerksam.
Bis zur Rückfahrt bummelten Inge und ich durch die Gassen mit den bunten Holzhäusern, kleinen Läden und Cafés. Es war Sonntag und deshalb waren auch viele Stockholmer unterwegs. Es herrschte entsprechende Betriebsamkeit.
Am späten Nachmittag bezogen wir für zwei Nächte unser Hotel auf der Schäre Lidingö. Beim Abendessen hatten wir von der Terrasse einen herrlichen Blick.
3. Tag: Mariefred – Stockholm
Nach gut einer Stunde machten wir uns auf den Weg nach Mariefred.
Der kleine Ort liegt
Der Name Gripsholm geht auf den Reichsrat Bo Jonsson Grip
zurück, der hier schon 1380 eine Burg anlegen ließ. Auf eigene
Faust besichtigten wir das Schloss. Besonders beeindruckt haben
mich das Schlosstheater und auch einige Bilder der umfangreichen
staatlichen Porträtsammlung, die das Schloss beherbergt. Neben
Mitgliedern der königlichen Familien und Staatsmännern sind auch
Porträts von Berühmtheiten der neueren Zeit zu bewundern. Dazu
gehören zum Beispiel Benny Andersson von der Popgruppe Abba,
Astrid Lindgren, Ingmar Bergmann und Greta Garbo.
Der Besuch von Schloss Drottingholm war für mich ein Argument
gewesen, diese Reise zu buchen. Obwohl es offiziell in unserem
Programm stand, ließ unser Reiseleiter den Besuch ausfallen. Aus
persönlichem Interesse wollte er lieber das Skansen Museum
besuchen.
Ich musste unbedingt noch einmal zu der kleinen Statue „der Junge, der in den Mond schaut“, ihr über den Kopf streicheln und eine Münze niederlegen. Man sagt, dann kommt man noch einmal zurück. Man mag daran glauben oder nicht. Bei mir hat es schon einmal funktioniert und möchte noch einmal nach Schweden und nach Stockholm zurück.
Vor dem Schloss trennte ich mich von den anderen. Sie wollten zu unserem Treffpunkt am Konserthuset zurückgehen. Ich musste unbedingt nach Riddarholmen in meinem Lieblingsbiergarten. Also ging ich allein vom Schloss nach Riddarholmen, vorbei an der Riddarholmskyrkan und den Adelspalästen der Insel.
Mit der Tunnel-bana fuhr ich zurück.
4. Tag: Uppsala – Sundbonn – Falun
Der Dom ist die größte Kathedrale des Nordens. Die 118,7 m hohen Doppeltürme dominieren das Stadtbild. In dem mächtigen Dom, der früher auch Krönungskirche war, sind Berühmtheiten der schwedischen Geschichte begraben, z.B. Gustav Vasa und zwei seiner Ehefrauen und der Botaniker Carl von Linné.
Direkt gegenüber dem Dom liegt das Gustavianum, Uppsalas ältestes Universitätsgebäude. Das Gebäude war, bis es in den Besitz der Universität überging, Sitz des Erzbischofs. In der Kuppel befindet sich das Anatomische Theater. Von den steil ansteigenden Sitzreihen konnten die Studenten während der Medizinvorlesungen den Seziertisch betrachten. Ein weiterer Höhepunkt ist auch der Augsburger Kunstschrank. Er enthält zahlreiche interessante Naturalien und Raritäten. Ich nahm mir die Zeit, beides zu besichtigen.
Auf dem Domplatz traf ich wieder auf die Gruppe. Für weitere
Besichtigungen in Uppsala, z.B. den Linnéträdgården blieb leider
keine Zeit mehr. Nach Meinung unseres „charmanten“ Reiseleiters
reichten unsere botanischen Vorkenntnisse sowieso nicht aus, um
den Linnéträdgården zu besuchen. Wir fuhren ein paar Kilometer
weiter nach Gamla Uppsala. Gamla Uppsala mit seinen drei
Königshügeln ist einer der bedeutendsten frühgeschichtlichen
Stätten Schwedens. Die kleine Kirche war einst Erzbischofssitz.
Dank unseres Busfahrers hielten wir auf dem Weg zum Hotel noch an der berühmten Kupfergrube in Falun. In dem Krater „Stora Stöten“ wurde bereits im Mittelalter Kupfer, Blei und Zink abgebaut. Die Grube lieferte als Nebenprodukt auch die falu rödfärg, die rostbraune Eisenfarbe, die die Holzhäuser so typisch schwedisch rot machen.
Wenig später bezogen wir unsere Zimmer im Hotel direkt neben dem
Falu Lugnets Sportzentrum mit Blick auf die Sprungschanzen.
5. Tag: Siljansee – Mårbacka - Karlstad
Nusnäs ist die Heimat der berühmten Dalapferdchen. Dieses traditionelle Handwerk hatte seinen Ursprung bereits Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Männer entspannten sich von der harten Arbeit des Tages, indem sie abends am Kamin die Holzpferdchen schnitzten. Die Kinder freuten sich über das Spielzeug. Mitte des 19. Jahrhunderts kam es in Mode, die Pferdchen mit der für Dalarna typischen Kurbitsmalerei zu verzieren. Wanderarbeiter verkauften sie erfolgreich in den Städten. Der große Durchbruch kam 1939 auf der Weltausstellung in New York. Das rote Dalapferd wurde in der ganzen Welt bekannt und Symbol für ganz Schweden. Wir besuchten natürlich auch eine Schnitzerei, die von Nils Olsson Hemslöjd. Nachdem wir durch die verschiedenen Produktionsstationen, von Aussägen der Rohlinge bis zur Handverzierung der Pferdchen, geleitet wurden, endete die Tour im Shop. Dort gab es die dalahästar in allen Größen und traditionellen Farben. Auch ich musste mir ein typisches Souvenir kaufen.
Mora ist einmal bekannt für den Vasaloppet und für Anders Zorn, der hier lebte und arbeitete. Der Vasaloppet, ein Volkslauf auf Skiern findet alljährlich im März statt und ist ein nationales Ereignis. Zentral liegt der Zorngården, der Wohnsitz des international bekannten schwedischen Künstlers. Gegenüber im Zornmuseum sind Werke des Malers, Bildhauers und Grafikers ausgestellt. Wir 5 beschränkten uns auf einen Besuch im Museum. Der war allerdings absolut lohnenswert. Es gibt dort Bilder zu sehen, auf denen Wasser so naturgetreu gemalt ist, als wenn es sich um Fotografien handeln würde.
Uns blieb anschließend noch Zeit durch die kleine Fußgängerzone
zu bummeln, in ein paar Geschäfte zu gehen und eine Mittagspause
einzulegen. Es lag im Anschluss eine etwas lange Strecke vor
uns. Nach 2 ½ Stunden Fahrt erreichten wir das Gut Mårbacka. Die
berühmte Schriftstellerin Selma Lägerlöf wurde auf diesem Gut
geboren. Allerdings musste die Familie das Anwesen nach dem Tod
ihres Vaters verkaufen. Mit den Erlösen ihrer Bücher, wie zum
Beispiel „Nils Holgersson schönste Abenteuer mit den Wildgänsen“
oder „Gösta Börling“ konnte sie das Gut zurückkaufen. In den
1920er Jahren ließ sie einen Neubau errichten und lebte dort bis
zu Ihrem Tod 1940. Ihre literarischen Erfolge brachten ihr
internationalen Ruhm ein. 1909 erhielt sie als erste
Schriftstellerin den Nobelpreis für Literatur und wurde 1914 als
erste Frau Mitglied der Schwedischen Akademie. Selma Lagerlöf
verfügte, dass Mårbacka als Gedenkstätte erhalten bleiben sollte
und Besuchern zugänglich sein sollte.
Nach dem Abendessen in unserem Hotel in Karlstad gab es auf
unser verspätetes Bergfest noch einen Drink unweit der Östra
Bron, mit zwölf Bogen Schwedens längste Steinbrücke.
6. Tag: Kristinenhamn - Göteborg
Nach nur 10 Minuten drängte unser Reiseleiter bereits zur Weiterfahrt. Nach einer weiteren Stunde Fahrt hatten wir Sjötrop erreicht. Hier mündet der Göta-Kanal in den Vänern-See. In den zwei Stufen der Schleusen werden Segelboote in aller Ruhe abgefertigt. Die Idylle und die Ruhe tun so richtig gut. Am Göta Kanal kann man wirklich die Langsamkeit entdecken.
Pünktlich zur Mittagszeit erreichten wir Läckö slott. Das sagenumwobene de-la-Gardie-Schloss liegt auf der Halbinsel Kållandso im Vänern-See. Sein Ursprung geht bis in Jahr 1298 zurück, als der Bischof von Skara hier den Grundstein für eine Burg legte.
Da wir bis zur Führung noch 1 ½ Stunden Zeit hatten und es
angefangen hatte zu regnen, gab es erst einmal im ehemaligen
Stall, der jetzt Café und Restaurant ist, etwas zu essen.
Anschließend umrundeten wir im leichten Regen einmal das
Barockschloss. Während der Führung sahen wir die Pracht im
Innern, den Kronsaal, den österreichischen Saal, der dem Ende
des 30-jährigen Krieges gewidmet ist, sowie die Wohnräume.
Leider war im Anschluss keine Zeit mehr um die Sommerausstellung
der Glashütte Kosta Boda anzusehen.
Nach dem Abendessen gab es Diskussionen um die Gestaltung des nächsten Tages. Schließlich konnten wir unseren Reiseleiter doch überzeugen, dass es eine Möglichkeit gab, allen Interessen gerecht zur werden, Museum, Shoppen, Stadtbummel.
7. Tag: Göteborg – Kosta Boda – Vaxjö
Nach der Rundfahrt setzte er uns zentral am dem Gustaf-Adolfs-Torg ab. Eine Statue des Stadtgründers steht auf dem ehemaligen Marktplatz. Direkt an diesem Platz liegen auch das Rådhus und die Börse.
Wir hatten nun 3 Stunden Zeit die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Durch die Gassen gingen wir zum Kronhuset. Das älteste Gebäude der Stadt diente unterschiedlichen Zwecken, vom Lager bis zum Reichstagssaal.
Weiter ging es zum Packhuskajen. Dort liegt die Barken Viking vor Anker. Der alte Ostindienfahrer liegt seit Jahrzenten im Hafen.
Am Opernhaus vorbei erreichten wir den Lilla Brommen Hamn. Die Atmosphäre mit den zahlreichen Segelbooten, der Oper und den Utkiken war einmalig.
Am Kanaltorget, zwischen Hafen und Nordstan-Shopping-Center gibt es eine neue Attraktion, ein 60 m hohes Riesenrad mit 42 Glasgondeln. Ich wollte gern eine Runde mitfahren. Leider öffnete es erst um 11:00 Uhr und dadurch war die Zeit zu knapp. Wir entschlossen uns auf die Aussichtsetage des Utkiken zu fahren. Auch hier wurde erst um 11:00 Uhr geöffnet. So überbrückten wir die halbe Stunde Wartezeit in Nordstan. Aus 86 m Höhe hatten wir einen fantastischen Blick über die Stadt.
Zur vereinbarten Zeit um 12:00 Uhr waren wir zurück am Gustav
Adolfs Torg. Der war inzwischen voll von Reisebussen und
Menschen. Ein großes Kreuzfahrtschiff lag im Hafen. Wir machten
uns auf ins Glasriket.
Den letzten Abend verbrachten wir gemeinsam im Garten unseres Hotels bei einem Glas Bier. Ilona und Jürgen mussten sehr früh aufbrechen, um ihren Rückflug nach Berlin zu erreichen. So mussten wir uns leider schon von ihnen verabschieden.
8. Tag: Jönköping – Abreise Auch dieses Mal war Schweden auf jeden Fall wieder eine Reise wert. Das lag besonders an unserer tollen Truppe, die sich durch nichts die Laune verderben ließ. Unser absolut ungeeigneter Reiseleiter hat es, trotz aller Mühe, nicht geschafft mir den Urlaub oder Schweden zu vermiesen. Ich werde noch einmal nach Schweden reisen. Stockholm, gern auch im Winter oder Nordschweden, die Höga Kusten würden mir gefallen. Naja, mal sehen, was als Nächstes kommt.
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