© Silke Wolff 2007-2017      Impressum/Disclaimer

Südafrika

© Text und Photos: Silke Wolff Eine Bekannte suchte für ihre Südafrikareise eine Partnerin, mit der sie ein Doppelzimmer teilen konnte. Ich zögerte nicht lange und sagte ihr zu. Am 02.11.1995 flogen wir von Düsseldorf über München nach Johannisburg. Nach unserem Nachtflug startete die Stadtrundfahrt direkt am Flughafen. Etwas müde fuhren wir durch die etwas eigenartig Atmosphäre der Stadt, so kurz nach Ende der Apartheid. Johannisburg ist das Wirtschaftszentrum Südafrikas. Gold- und Diamantenminen liegen in unmittelbarer Nähe. Für Touristen ist Gold Reef City ein Anlaufpunkt. Wir bekamen eine Einführung über die Erzförderung und dem Schmelzen von Gold. In einem Museum konnten wir selbst als Pioniere in den Geldrausch eintauchen.   Gold Reef City Übernachtet haben wir in einem Luxushotel direkt im Zentrum. Allerdings waren wir zu Müde, um es richtig zu genießen. Ausgeschlafen verließen wir am Morgen Johannisburg in Richtung Pretoria. Pretoria ist die offizielle Hauptstadt und liegt etwa 50 Kilometer nördlich von Johannisburg. Vor der Stadt befindet sich das Voortrekkermonument.  Es ist ein Nationaldenkmal des weißen Südafrikas und erinnern an den Großen Trek, mit dem die Besetzung des Landesinneren durch die Weißen begann.   Voortrekkermonument Im Frühjahr blühen in Pretoria  tausende Jacarandabäume und verleihen der Stadt ein einmaliges Aussehen. Das historische Herz liegt um den Church Square. Die alten Gebäude, unter ihnen der Justizpalast, sind sehr schön. In den Union Buildings auf dem Meintjieskop sind die Behörden der südafrikanischen Regierung untergebracht. Der rote Backsteinbau zählt zu den schönsten Regierungsgebäuden dieser Welt.   Union Buildings Ebenfalls ist das Haus des Präsidenten Paul Krüger sehenswert. Es ist als kleines Museum mit Originalmöbel hergerichtet worden. Unser Weg führte uns weiter durch das Grasland der Transvaal zum Krüger-Nationalpark. Der Krüger-Nationalpark ist eines der größten Wildtierreservate der Welt. Er wurde 1898 von Präsident Krüger als Sabie-Reservats eingerichtet.   Obststand am Straßenrand Während unserer Pirschfahrten, entweder am frühen Morgen oder zum Sonnenuntergang, tauchten wir in die afrikanische Natur mit seiner artenreichen Tierwelt ein. Früh morgens stand ein Löwe mitten auf der Straße und beobachtete uns und wir ihn. Einige Zeit später spielten drei halbwüchsige Elefantenbullen mit den Touristenfahrzeugen. Sie versperrten für eine ganze Weile die Straße. Irgendwann gingen sie zur Seite. Nachdem die Fahrzeuge angefahren waren, liefen sie auf die Straße zurück und versperrten wieder den Weg. Dieses Spielchen setzten sie über eine Stunde fort, bis sie die Lust verloren hatten. Gepard Elefant In den Drakensbergen hat der Blyde River einen faszinierenden Canyon gegraben. Das Flussbett liegt fast 800 Meter unterhalb der Berggipfel. Einen besonders schönen Ausblick hatten wir über die Drei Rondavels in den Canyon. Drei Rondavels Blyde River Canyon Von Johannisburg flogen wir nach Kapstadt in das europäische Afrika. Natürlich durfte von dort eine Kap-Rundfahrt nicht fehlen. Die Halbinsel erstreckt sich über ca. 100 km. Vorbei an traumhaften weißen Sandstränden und kleinen Fischerdörfern kamen wir ans Kap der Guten Hoffnung. Im Laufe der Jahrhunderte erhielt dieses Kap von den Seefahrern viele Namen: Kap der Stürme, Kap der Guten Hoffnung oder Gasthaus der Meere.   Kap der Guten Hofnung Ein kurzer Spaziergang führte uns zu dem weißen Leuchtturm von Cape Point hinauf. Ich glaubte, am Horizont den dünnen weißen Streifen der Antarktis zu erkennen.   Cape Point Die Stadt Stellenbosch bildet das Herz der Weinregion. Mich haben besonders die weißen Häuser in dem einzigartigen Kap-Stil fasziniert. Eine Weinprobe auf dem geschichtsträchtigen Weingut Groot Constantia beendete die Tour. Den Abend wollten wir gerne in der Waterfront am Viktoria-und-Albert-Becken, dem ältesten Teil des Hafens, verbringen. Die alten Lagerhäuser sind ab 1990 in Hotels mit zahlreichen Restaurants und Geschäften umgebaut worden. Unser Hotel lag im Stadtzentrum. An der Hotelrezeption erkundigten wir uns deshalb, wie wir dort am besten hinkamen. Der Weg war nicht weit, nicht einmal einen Kilometer. Trotzdem riet man uns dringend, den Bus zu nehmen. Dieser hielt direkt vor dem Hotel. Der Fahrer saß in einer vergitterten Kabine. Mit einem etwas mulmigen Gefühl stiegen wir ein. Unterwegs sahen wir, warum uns geraten wurde, mit dem Bus zu fahren. Der Weg führte unter einer mehrspurigen Hochstraße hindurch. Hier hatten Obdachlose Quartier bezogen und wärmten sich an den Feuern aus Ölfässern. Nicht gerade eine Gegend, in der man sich als Tourist bei Dunkelheit aufhalten sollte. Auch das gehört leider zu Südafrika.   Haus im Kap-Stil Der Tafelberg ist das Wahrzeichen der Stadt. Der Berg hatte sein weißes „Tischtuch“ gelüftet. So fuhren auch wir mit der Gondelbahn hinauf. Von oben eröffnete sich ein Panoramablick über die Stadt und die Bucht.   Tafelberg Wieder unten angekommen, besichtigten wir das historische Zentrum. Dieses liegt um den Company’s Garden. Der Company’s Garden, die „grüne Lunge“ wurde ursprünglich von Van Riebeeck zur Versorgung mit landwirtschaftlichen Produkten angelegt. An diesem Park liegt auch die Anglikanische Kathedrale von St.Georg. Sie war die Diözese des mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten Erzbischofs Desmond Tutu.   Kathedrale St. Georg Wunderschön anzusehen ist hier besonders das viktorianische Parlamentsgebäude. Die südafrikanische Regierung tagt im halbjährlichen Wechsel entweder in Pretoria oder in Kapstadt.   Parlamentsgebäude Kapstadt Da das Wetter klar und die See ruhig war, entschlossen wir uns am Nachmittag zu einer Katamaranfahrt in der Bucht. Von Weitem konnten wir Robben Island erkennen. Aus der ursprünglichen Sträflingskolonie wurde eines der berüchtigtsten Gefängnisse. Über Jahrzehnte saßen hier Nelson Mandela und andere politische Häftlinge ein. Für die Öffentlichkeit war die Insel nicht zugänglich. Zum Abschluss unserer Reise relaxten wir noch ein paar Tage am Pool und dem langen Standstrand von Umschlanga Rocks . Umschlangs Rocks ist einer der zahlreichen Badeorte nördlich von Durban.   Umschlanga Rocks Die Reise war mein erster Kontakt mit dem südlichen Teil des Kontinentes. Ich war von der landschaftlichen Vielfalt, den artenreichen Tierleben und von dem „europäischen Teil“ in der Kap-Region sehr beeindruckt.
Reisen, Urlaub, Ferien Bewertung wird geladen...
www.bergeundmeer.de
Reiseberichte und -fotografie
Die Vorstellung ist wundervoll, aber noch wundervoller ist das Erlebnis! (Oskar Wilde)
Silke Wolff
Deutschland Skandinavien Europa Nordamerika Südamerika Afrika Asien Ozeanien Fotogalerie über mich