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USA

© Text und Photos: Silke Wolff Einmal nach Amerika! Davon träumt wahrscheinlich jeder einmal. Auch ich. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis war kein Mitreisender zu finden. Eine Kleinanzeige in unserem örtlichen Wochenblatt schien die Lösung zu bieten. Es wurden Mitreisende, ausdrücklich auch Einzelpersonen, für eine Mietwagentour durch die USA gesucht. Schnell entschlossen ging ich zum unverbindlichen Informationsabend. Die Reiseroute war super, New York – Südstaaten (New Orleans, Natchez) und der weite Westen (Los Angeles, Las Vegas, Grand Canyon, Monument Valley, San Franzisko etc.). Ein paar Tage später und nach einem ersten Treffen war auch eine Partnerin für den Mietwagen und das Hotelzimmer gefunden. Etwas später sollte noch eine dritte Mitfahrerin für unser Auto dazukommen.

1. Tag:   Anreise

Früh am Morgen des 23.03.1991 brachte ein Reisebus die gesamte Gruppe von Detmold zum Flughafen nach Amsterdam. Von dort flogen wir mit einem Zwischenstopp in Boston nach New York. Mein erster Langstreckenflug. Ich war völlig unerfahren und überhaupt nicht gut ausgestattet. Trotzdem überstand ich es irgendwie. Über New York tobte ein heftiges Gewitter. Die Crew im Copit brauchte drei Versuche, bevor sie die Maschine mit viel Unruhe landen konnte. Einige Mitreisende hatten ursprünglich geplant, mit der U-Bahn nach Manhattan zu fahren. Nach diesem Abenteuer verwarfen sie ihren Plan und nutzen gern den bestellten Shuttle direkt zum Hotel. Während der Fahrt starte ich fasziniert auf die Skyline. Ich sah sie und Wolkenkratzer zum ersten Mal. Die Stadt ist ein Völkergemisch mit „unbegrenzten Möglichkeiten“. „The Big Apple“ ist nicht nur das Finanz- und Handelszentrum, sondern auch beliebtes Einkaufs- und Touristenzentrum. Hier gibt es die besten Museen und die meisten Theater. Unser Hotel lag sehr zentral in der 47th Straße, unweit des Times Square. Inzwischen war es allerdings spät geworden und wir fielen alle müde ins Bett. Bärbel und ich verbrachten eine etwas unruhige Nacht zusammen in einem Queen-Size-Bett. Nichts für uns. Wir zogen in ein Zimmer mit zwei Einzelbetten um.

2. und 3. Tag:   New York

Zwei volle Tage erkundeten wir die Häuserschluchten von Manhattan. Unsere erste Etappe führte uns vom Times Square über den Broadway in den Central Park. Um den Times Square herum befinden sich zahlreiche Theater und Premierenkinos. Dort beginnt die legendäre Theatermile, der Broadway. Zum Lincoln Center for the Performing Art gehört die weltberühmte Metropolitan Opera.   Metropolitan Opera Der Central Park, die „grüne Lunge“ Manhattans, war Amerikas erster öffentlicher Park. An der Ecke Central Park/5th Avenue liegt das berühmte Plaza Hotel.  Wir bummelten die 5th Avenue hinunter.Der Weg führte an zahlreichen Einkaufstempeln vorbei, F.A.O Schwarz (ein Spielzeugparadies für Groß und Klein), Tiffany’s, Saks Fifth Avenue etc..  An der 5th Avenue liegen einige bekannte und sehenswerte Gebäude. Die St. Patrick’s Cathedral gilt als New Yorks Kölner Dom. Eine Attraktion des Rockefeller Centers ist die Radio City Music Hall, ein riesiges Auditorium für populäre Shows.   Rockefeller Center Der Trump Tower passt sich mit seiner glänzenden Fassade perfekt dem Straßenbild an.  Von dort machten wir einen Abstecher in die Park Avenue. Hier steht das exklusive Walldorf-Astoria-Hotel. Die riesige klassische Bahnhofshalle des Grand Central Terminals ist ebenfalls sehenswert.  Durch seine eleganten Spitzen fällt das Chryler Building, ein Art Deco Hochhaus aus den 30er-Jahren auf. Zum Sonnenuntergang wollten wir auf das Empire State Building. Wir hatten noch etwas Zeit. So fuhren wir erst zu den United Nations. Das Gebäude am East River ist das Zentrum der Vereinten Nationen. Pünktlich zu einem fantastischen Sonnenuntergang waren wir auf dem Empire State Building.   Blick von Empire State Building Müde vom Jetlag und der anstrengenden Fußtour beschlossen wir den Tag mit einem Abendessen in einem Steakhouse. Unser Gruppen-„Oldie“ Hermann war mit seinen über 80 Jahren allerdings nicht unterzukriegen. Er frage nach dem Abendessen tatsächlich nach unseren weiteren Plänen für den Abend. Wir konnten ihn allerdings überreden, mit uns ins Hotel zurückzugehen. Für den folgenden Tag stand Downtown Manhattan auf unserem Programm. In der Nähe der New York Stock Exchange befindet sich die Federal Hall, ein National Memorial. Georg Washington wurde hier am 30. April 1789 als erster Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt.   Federal Hall Auf einer Staten-Island-Ferry genossen wir kostenfrei den Blick auf die Statue of Liberty, auf Ellis Island und die Skyline von New York. Frühzeitig fuhren wir mit der U-Bahn zum Hotel zurück. Für den Abend hatten wir Karten für die Metropolitan Opera. Gespielt wurde Richard Wagners Parsifal mit Placido Domingo in der Hauptrolle. Kurz vor Beginn der Vorstellung baten uns zwei Amerikaner, ihre Plätze zu tauschen. Einer von ihnen konnte mit seinem Gipsbein auf seinem Platz nicht sitzen. So tauschten wir unsere preisgünstigen Rangplätze gegen Plätze im Parkett für sagenhafte $ 420,-- pro Karte. Alle um uns rum trugen edle Abendroben, aber unmittelbar nach dem Einsatz des Orchesters, fing unser Hintermann leise an zu schnarchen.  Die exklusiven Plätze änderten leider auch nichts daran, dass die Klimaanlage viel zu kalt eingestellt war. Nach dem ersten Akt waren wir völlig durchgefroren. Richard Wagners schwere Kost war auch nicht das Richtige. So verließen wir die Oper. Keiner unserer Reisegruppe hielt die Aufführung bis zum Ende durch. Zwei Tage reichen nur, um einen Überblick über die Highlights der Stadt zu bekommen. Für uns ging die Reise weiter.

4. und 5. Tag:   Natchez

Am Vormittag flogen wir von New York weiter nach New Orleans. Direkt am Flughafen übernahmen wir unseren ersten Mietwagen. Das Brüderpaar der Gruppe, Eberhard und Bernd, nahmen uns drei Mädels unter ihre Fittiche. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg nach Natchez. Unser Guest House lag direkt im historischen Zentrum. Der Ortskern besteht allerdings nur aus Einbahnstraßen. So gab während eines Halts am Straßenrand erst einmal eine kleine Diskussion, wie wir am Besten zu unserem Ziel gelangten. Nach einigem hin und her erreichten wir es und bezogen glücklich unsere Zimmer in einem Stil wie „vom Winde verweht“. In Natchez fühlt man sich wie in Amerika vor dem Bürgerkrieg. 1716 gegründet, ist Natchez die älteste Siedlung am Mississippi River. Vom Bürgerkrieg verschont geblieben, stehen dort noch heute eine große Anzahl von sehenswerten Antebellum-Häusern. Mit einer Pilgrimage-Tour besichtigten wir einige Häuser, Dunleith Plantation, Longwood House, Twin Oaks, Montaigne und die Springfield Plantation.  Dunleith Plantation Longwood House Praktischerweise hatten wir uns für die Mansion-Tour mit Eberhard und Bernd zusammengetan. Zurück an unserem Guest-House steckte ein Strafticket an unserem Mietwagen. Wir hatten die maximale Parkzeit überschritten. Die $ 3,-- wollten wir gern bezahlen und gingen zur nächsten Polizeistation. Dort schmunzelte man und belehrte uns, dass Straftickets im Rathaus zu zahlen seien. Nach dieser Aktion unternahmen wir einen Ausflug zu einer historischen Stätte aus dem Bürgerkrieg. Wir fuhren auf den Natchez Trace Parkway nach Norden. Der Parkway war ursprünglich ein Trampelpfad für Büffelherden. Er wurde im 18. Jahrhundert von Händlern entdeckt und im 20. Jahrhundert zu einer festen Straße ausgebaut. Die Stadt Vicksburg spielte im amerikanischen Bürgerkrieg eine entscheidende Rolle. Nach einer langen Belagerung wurde sie von General Grants eroberte und die Südstaaten zur Kapitulation gezwungen. Durch den Vicksburg National Military Park & Cemetary führt heute eine Autostraße. 

6. und 7. Tag:   New Orleans

Heute hieß es schon wieder Abschied nehmen von dem großartigen Südstaatenflair. New Orleans war unser Tagesziel. Wir nahmen allerdings nicht den direkten Weg, sondern fuhren an den Golf von Mexico nach Gulfport-Biloxi. Von dort führte die Straße nach New Orleans über den Pontchartrain Causeway, der 35 km über Wasser führt. New Orleans wurde von Franzosen, Spaniern, Einwanderern aus der Karibik und Kanada geprägt. Der Handelsverkehr auf dem Mississippi war eine erste wirtschaftliche Basis. Das Völkergemisch gibt der Stadt eine einmalige Lebensfreude. „Mardi Gras“ ist New Orleans‘ Version des Karnevals. Dixieland und Jazz sind in der Bourbon Street zu hören. In der regionalen Küche finden sich französische, kreolische und Cajuneinflüsse wieder. Wir hatten zwei Abende und einen ganzen Tag Zeit die Stadt zu erkunden. Der Jackson Square ist das Herzstück der Altstadt. Die St. Louise Cathedrale ist die älteste Kathedrale des Landes.   St. Louise Cathedrale Seit 200 Jahren wird den Hallen des French Market gehandelt. Die Bourbon Street ist Pflicht für jeden Besucher. Hier befinden sich neben den legendären Jazz-Lokalen auch Restaurants, Shops und Nachtlokale.   Bourbon Street Der Garden District besitzt immer noch den viktorianischen Charme. Elegante Villen liegen in parkähnlichen Gärten. Natürliche gehörte für uns eine Fahrt auf dem Mississippi mit dem Schaufelraddampfer „Natchez“ dazu.

8. und 9. Tag:   Los Angeles

Sehr früh am Morgen flogen wir von New Orleans über Charlotte nach Los Angeles. Durch das Flugzeugfenster hatte ich einen schönen Blick auf die Rocky Mountains, den Colorado River und auf den Bryce Canyon. Am späten Nachmittag in Los Angeles angekommen, fuhren wir direkt zu Liz und Dan. Die beiden waren alte Freunde unseres Guides Gerd. In ihrem Haus quartierten wir uns für die nächsten zwei Nächte ein. Einen ganzen Tag lang sahen wir uns die Höhepunkte der Stadt an. Wir begannen mit einer Rundfahrt durch Beverly Hills. Am Straßenrand kauften wir uns eine Karte, in der die Wohnsitze berühmter Hollywoodstars eingezeichnet waren.   Beverly Hills Auf dem Rodeo Drive bewunderten wir die Auslagen der Luxusgeschäfte. In der Nähe stärkten wir uns in einem Café. Am im chinesischen Stil erbauten Premierentheater Mann’s Chinese Theater sind vor allem die gesammelten Fuß- und Handabdrücke von Filmstars sehenswert.   Mann’s Chinese Theater Auf dem Hollywood Boulevard sind Sterne eingelassen, auf denen jeweils der Name eines Filmstars steht, der „Walk of Fame“. 

10. und  11. Tag:   durch Arizona

Heute lag die längste Fahrstrecke der Tour vor uns. Deshalb verließen wir früh morgens Los Angeles in Richtung Westen. Kurz hinter Palm Springs durchquerten wir den Joshua Tree National Park. Das Monument liegt zwischen der Mojavewüste und der Coloradowüste. Im höheren Teil ragen Granitfelsen aus der Landschaft, der niedrige Teil besteht aus einer Sandwüste mit Palmenoasen. In Lake Havasu City überspant die London Bridge den Colorado River. In der Nähe von Jerome befindet sich am  Verde River das Tuzigoot National Monument. Zwischen 1000 und 1300 haben Singua-Indianer in dem Pueblo gelebt. Bei Sedons fuhren wir durch den Red Loop und bekamen einen Vorgeschmack auf das, was uns in den nächsten Tagen im Canyonland erwarten würde. Red Loop bei Sedona In einem nahe gelegenen Supermarkt versorgten wir uns mit Proviant. Wir kauften auch eine Styroporbox mit Trockeneis, um die Lebensmittel zu lagern. In den nächsten Tagen sollten wir aus dem Vorrat frühstücken und am Mittag picknicken. In Sedona bekamen wir u.a. auch deutsches Schwarzbrot. Wir luden Bernd und Eberhard zu unserem Brot ein. Alle aßen es nach mehreren Tage Fast Food und sehr weichem Weißbrot mit großem Genuss. Kurz vor unserem Tagesziel Cortez durchquerten wir noch den Sunset Crater.

12. Tag:   Petrified Forrest – Canyon de Chelly

Wir brachen früh auf, um kurz nach der Öffnung am Petrified Forest National Park zu sein. Hier liegt die größte Ansammlung versteinerte Bäume der Welt. Sie sind vor Millionen von Jahren gefallen und unter Sediment begraben worden.   Petrified Forest Ein zweiter Höhepunkt des Tages war der Besuch des Canyon de Chelly. Der Canyon wurde über die Jahrhunderte immer wieder bewohnt. Die Klippenwohnungen und die Felsenmalereien machen den Besuch interessant. Wir nahmen uns die Zeit und wanderten ca. 1 Stunde zur White House Ruine. Dabei mussten wir einen flachen sandigen Fluss durchqueren. Es war übliche, die Schuhe am Fluss zurückzulassen und auf dem Rückweg wieder mitzunehmen.   Canyon de Chelly Etwas abgelegen im Canyon steht der sog. Spider Rock. Einer Legende nach wohnt eine Spinne auf der Spitze des Felsens. Zum Abschluss des Tages hielten wir für ein typisches Touristenfoto noch bei Four Corners an. Dies ist der einzige Punkt, an dem 4 US-Staaten zusammentreffen.

13. Tag:   Mesa Verde – Monument Valley

Mesa Verde ist der Inbegriff der kulturellen Blütezeit der Anasazi-Indianer. Auf einem Hochplateau bauten sie ihre Siedlungen in die Felsüberhänge. Wahrzeichen ist der Cliff Palace, eine zum Teil vierstöckige Siedlung mit über 200 Räumen.   Cliff Palace – Mesa Verde Unser Weg führte uns weiter durch Indianergebiet. Wir kamen an Ölfeldern vorbei und sahen von Weitem die schneebedeckten Gipfel der Rocky Mountains. Wir fuhren einen langen Umweg über Mexican Hat. Nur um einen Felsen zu sehen, der wie ein umgekehrter Sombrero in die Landschaft ragt. Gut, dass man vorher nicht immer weiß, was man genau zu sehen bekommt. Die Rundfahrt durch das unbeschreibliche Momument Valley entschädigte uns dafür auf der ganzen Linie. Im Konvoi fuhren wir über die staubigen und ruckligen Pisten. Das Licht des späten Nachmittags hüllte die von der Wüste umgebenen Felsennadeln und Monolithen ins richtige Licht. Das Tal diente so manchem Wildwestfilm als Kulisse. Bei dem Monument Valley handelt es sich nicht um einen National Park, sondern um Indianergebiet.   Monument Valley Heute war auch Bernds Geburtstag. Er wollte uns gern einen ausgeben. Seit Tagen war es üblich das sich die Beiden, Eberhard und Bernd, da sie meistens als Erste im Hotel ankamen, darum kümmerten, wo wir gemeinsam zu Abend aßen. In dem Restaurant wollte Bernd dann kalifornischen Roséwein für die Damen und Bier für die Herren bestellen. Mit ernster Miene wurde ihm mitgeteilt, dass wir uns im Mormonenland befanden und aus Glaubensgründen kein Alkohol ausgeschenkt würde. Also keinen Alkohol zum Abendessen. Eberhard hatte aber vorgesorgt und im letzten möglichen Supermarkt einige Sixpacks Dosenbier eingekauft. Als die Dosen im Kofferraum hervorkamen, hellte sich auch Bernds Miene wieder auf. Wir feierten einen tollen Geburtstag mit Dosenbier auf der mit dickem Teppichboden belegten Feuertreppe des Hotels.

14. und 15. Tag:   Grand Canyon – Lake Powell – Bryce Canyon

In den letzten Tagen jagte ein Naturwunder das Nächste. Heute war es der Grand Canyon.  Auf diesen grandiosen Anblick war ich nicht vorbereitet. Zwischen der Anhebung des Plateaus und dem großen Gefälle des Flusstals hat der Colorado River in Millionen Jahren diesen Canyon gegraben und die Natur arbeitet noch weiter. Die Steilhänge stürzen mehr als eine Meile ins Flussbett. Der Colorado River ist nur als dünnen Band zu erkennen. Die schmalste Stelle ist nur 160 m breit. Die Weiteste misst 29 km. Wir erkundeten den Canyon mit den überwältigenden Ausblicken von der South Rim aus. Übernachtet haben wir direkt im Grand Canyon Village.   Grand Canyon Sehr früh am Morgen verließen wir Grand Canyon Village. Vor uns lag eine 3-stündige Strecke zum Lake Powell in der Glen Canyon National Recreation Area. Der Colorado River und einige Nebenflüsse werden zum fjordartigen See aufgestaut. In Page hatten wir eine Bootstour gebucht. Nach einer ca. ½-stündigen Fahrt bemerkten wir, dass wir in die falsche Richtung unterwegs waren. Also schnell wenden und – mit geschlossenen Augen wegen der Geschwindigkeitsüberschreitung - etwas schneller zum Lake Powell. Dort erreichten wir pünktlich unser Boot.   Lake Powell Das Boot fuhr in immer engere Seitenarme. Die letzten Kilometer navigierte die Skipperin liegend auf dem Buck. So eng war die Fahrrinne geworden. Ziel war die Rainbow Bridge. Sie ist der größte natürlich Felsbogen der Welt und war schon für die Indianer ein heiliger Ort. Das National Monument ist 88 m hoch und die Spanne beträgt 82 m.   Rainbow Bridge Am Bryce Canyon entschlossen Petra und ich uns ganz spontan für einen Helikopterflug. Es war für uns beide der erste Helikopterflug und wir trauten uns nicht, länger als 15 Minuten in der Luft zu bleiben. Der Canyon liegt auf einer Durchschnittshöhe von 2.400 m. Die Felsengebilde sind durch Wasser- und Winderosionen in Jahrtausenden entstanden. Farblich unterschiedliche Nadelformationen zeugen von der zerstörerischen Kraft der Natur.   Bryce Canyon

16., 17. und 18. Tag:   Las Vegas – Death Valley - Monterey

Las Vegas, die Stadt des Glückspiels. In den 30er Jahren entwickelte sich die Stadt zur Insel der Illusion.  „The Strip“ ist die touristische Attraktion. Hier stehen Spielkasino neben Hotel und Spielkasino. Nachts verwandelte blinkende Leuchtreklamen die Straße. Wir fuhren am Nachmittag in die Stadt ein. Bei Tageslicht erkannten wir, dass sich hinter den Leuchtfassaden Zweckbauten verbargen. Im Hilton Flamingo Hotel waren für uns Zimmer reserviert. In diesem riesigen Kasino- und Hotelkomplex war es am Wichtigsten, immer einen Plan bei sich zu haben, um das Zimmer, das Restaurant etc. zu finden. Nach Einbruch der Dunkelheit ließen wir uns bis spät in die Nacht von den Glitzerfassaden anziehen und über den Strip treiben.  Hilton Flamingo La Mirage Nach einer kurzen Nacht fuhren wir durchs Death Valley. Urzeitlich ein Teil des Ozeans, geriet das Tal während der Auffaltungen der Sierra in einen Regenschatten, sodass heute dort kein Regen mehr fällt. Aus dem See wurde ein Salzsee und später ein Verdunstungsbecken. Große Teile liegen unter dem Meeresspiegel. Der niedrigste Punkt liegt 85 m unter dem Meeresspiegel. Unmittelbar daneben ragen hohe Berge auf. An der gemeinsamen Party am Lake Isabella konnte ich leider nicht teilhaben. Ein übler Virus, der sich schon seit Las Vegas bemerkbar machte, ließ mich früh zu Bett gehen. Brigitte, die Ärztin in der Gruppe, hatte mich schon in Las Vegas mit Medikamenten versorgt. Am nächsten Morgen war ich wieder so weit fit, dass die Reise weiter gehen konnte. Bärbel und ich fuhren eine etwas abweichende Route, nämlich die Traumstraße Nr. 1 von San Luis Obispo bis Monterey. Wir kamen durch das Gebiet von Big Sur. Das Gebiet wurde für zahlreiche Hollywoodfilme als Drehort genutzt und ist als Wohnort bei Prominenten beliebt.   Big Sur

19. und 20. Tag:   San Franzisko

Aufgrund unserer geänderten Route verbrachten wir eine zusätzliche Nacht in San Franzisko und hatten so fast zwei volle Tage um die Stadt zu erkunden. Die berühmte Golden Gate Bridge überspannt den Eingang zur San Franzisko-Bay.   Golden Gate Bridge Die Chinatown ist die größte Enklave in Amerika. Zu jedem San Franzisko Besuch gehört natürlich eine Fahrt mit den legendären Cable Cars, stilecht auf dem Trittbrett. Alcatraz ist eigentlich eine Insel mitten in der San Franzisko-Bay. Bekannt ist der Name aber durch das Hochsicherheitsgefängnis, was sich auf der Insel befand. Das eiskalte Wasser und gefährliche Strömung schienen die Flucht unmöglich zu machen. Eingesessen haben dort viele berühmte Gangster, wie z.B. Al Capone. Touristisches Zentrum ist die Fisherman’s Warf mit vielen Restaurants, Geschäften etc.. Auf dem Ghirardelli Square, eine ehemalige Schokoladenfabrik, gibt es immer noch die leckere Ghirardelle Schokolade zu kaufen. Die Lombard Street ist die kurvenreichste Straße der Welt und beliebtes Fotomotiv. Nach den Erlebnissen der Großstadt tauchten wir noch für einige Stunden in die Ruhe des Golden Gate Parks ein.

21. und 22. Tag:   Heimreise

Nach drei aufregenden und erlebnisreichen Wochen stiegen wir wieder in den Flieger. Von San Franzisko folgen wir über Los Angeles zurück nach Amsterdam. Meine erste USA-Reise war der Beginn einer ganzen Serie von Reisen. In den nächsten Jahren sollte ich noch sehr oft in den USA Urlaub machen.
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Die Vorstellung ist wundervoll, aber noch wundervoller ist das Erlebnis! (Oskar Wilde)
Silke Wolff
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